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Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,26 Prozent auf 6.533,99 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX um 0,23 Prozent schwächer bei 26.331,07 Zählern. Beide Indizes hatten im Verlauf neue Bestmarken gesetzt. Der Londoner FTSE-100 fiel um 0,10 Prozent auf 10.833,15 Einheiten.
Die Preisdaten aus der größten Volkswirtschaft der Welt hatten nur kurzzeitig einen positiven Effekt auf die Kurse. So fiel die Teuerung in den USA wie erwartet auf eine jährliche Rate von 3,4 Prozent, während die Kerninflation mit einem leichten Rückgang auf 2,5 Prozent ebenfalls die Analystenschätzungen erfüllte. Bereits vergangenen Freitag hatten schwache Arbeitsmarktdaten die Erwartungen verstärkt, dass die US-Notenbank Fed trotz des erhöhten Inflationsdrucks keine Leitzinsanhebung vornehmen muss.
Zahlen gab es nur wenige, aber die lösten markante Kursbewegungen aus. Aktien von Vestas sprangen nach dem Bericht zum zweiten Quartal um fast 20 Prozent an. Die Analysten des Investmenthauses Jefferies sprachen von einer starken Gewinnentwicklung des Windanlagenbauers, die deutlich über den Erwartungen gelegen sei. Zudem habe das Unternehmen seinen Ausblick für die Margen angehoben und ein neues Aktienrückkaufprogramm aufgelegt.
Zustimmung fanden auch die Zahlen von ABN Amro, die Aktien gewannen fünf Prozent. Die Niederländer hätten die Erwartungen geschlagen und zudem den Ausblick erhöht, lobten die Analysten von RBC. Damit setzte sich die Reihe starker Ergebnisse im Bankensektor fort.
Nicht ganz so einheitlich war die Entwicklung der Technologiewerte. Während das Schwergewicht ASML von guten Vorgaben aus Fernost und überzeugenden Zahlen von US-Unternehmen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz profitierte, standen Aktien von Prosus unter Druck. Mit einem Abschlag von 5,9 Prozent reagierte der Wert auf das enttäuschende Nettoergebnis der Beteiligung Tencent.