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Im Fokus steht die Vorstellung des Nachfolgers von US-Zentralbankchef Jerome Powell. US-Präsident Donald Trump wählte den früheren Notenbankdirektor Kevin Warsh, wie er am Freitag mitteilte. Powells Amtszeit läuft im Mai aus. Trump hat ihn immer wieder scharf kritisiert und vergeblich zu kräftigen Zinssenkungen gedrängt. Der 55-Jährige Warsh hat sich in jüngster Zeit hinter die Forderungen des Präsidenten nach Zinssenkungen gestellt. Der US-Senat muss der Personalie allerdings noch zustimmen.
Die deutsche Wirtschaft hat im vierten Quartal 2025 stärker zugelegt als zunächst angenommen. Statt 0,2 Prozent Wachstum errechnete das Statistische Bundesamt beim Bruttoinlandsprodukt nun 0,3 Prozent Plus zum Vorquartal und 0,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Am Nachmittag könnten noch Preisdaten aus Deutschland und den USA für Aufmerksamkeit sorgen.
Unternehmensseitig stehen Geschäftszahlen von Adidas im Blick. Die Aktien legten deutlich um 5,6 Prozent zu. Dies dürfte vor allem dem angekündigten Aktienrückkaufprogramm geschuldet sein. Der Sportartikelkonzern will ab Anfang Februar für bis zu eine Milliarde Euro eigene Anteilscheine erwerben. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Adidas so viel Umsatz wie nie zuvor. Beim Gewinn im vierten Quartal hatten Analysten mit weniger gerechnet, bei den Erlösen mit mehr.
Der Softwarespezialist Atoss steigerte den Umsatz 2025 um 11 Prozent und lag damit im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Unter dem Strich kletterte das Nettoergebnis um 6 Prozent, was die Markterwartungen übertraf. Die Anteilseigner sollen nun eine von 2,13 Euro auf 2,28 Euro erhöhte Dividende je Aktie erhalten. Die Atoss-Papiere verteuerten sich um 2,13 Prozent.
Für die Titel von Fraport ging es zunächst 2,73 Prozent aufwärts (79,00 Euro). Das Analysehaus Jefferies stufte die Anteilsscheine des Flughafenbetreibers von "Hold" auf "Buy" hoch und erhöhte das Kursziel von 72 auf 100 Euro. Analystin Priyal Woolf erwartet 2026 im Flugverkehr ein starkes Jahr mit höheren Kapazitäten der Airlines.
Die SAP-Papiere befanden sich auf Erholungskurs. Am Vortag waren sie um gut 16 Prozent auf den tiefsten Stand seit rund zwei Jahren eingebrochen. Am Freitag legten sie wieder um 3,58 Prozent zu.
Im Minus waren die Werte von Prosus (1,03 Prozent) und Eni (0,78 Prozent). Schwer taten sich auch VW (minus 0,82 Prozent) und Ferrari (minus 0,39 Prozent).