Europas Leitbörsen im Plus - Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,78 %

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 © DPA, Arne Dedert, Apa
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Nach dem langen Osterwochenende verbuchten die wichtigsten europäischen Börsen Zuwächse. Für den Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 ging es am Dienstagvormittag um 0,65 Prozent auf 5.731,79 Punkte nach oben. Der deutsche DAX kletterte 0,74 Prozent auf 23.337,92 Einheiten. Außerhalb der Eurozone legte der Londoner FTSE 0,32 Prozent auf 10.470,18 Zähler zu.

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Das Ultimatum der USA gegen den Iran bleibe vorerst das marktbestimmende Thema, schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst des Handelshauses CMC Markets. Vor seinem Ablauf am Mittwoch um 2.00 Uhr zeichnet sich keine Einigung ab. US-Präsident Donald Trump bekräftigte seine Warnung vor einer "völligen Zerstörung" aller iranischen Kraftwerke und Brücken, falls Teheran nicht die Straße von Hormuz öffnet. Die Meerenge ist einer der global wichtigsten Transportwege - nicht nur für Öl und Flüssiggas. Ein Sprecher der iranischen Militärführung reagierte mit Spott auf Trumps Drohung.

Der Iran-Krieg geht inzwischen in die sechste Woche und sorgt für stark gestiegene Ölpreise. Seit dem letzten Handelstag in Deutschland am Gründonnerstag hat sich die Öl-Referenzsorte Brent mit Auslieferung im Juni um zwei Prozent auf etwas mehr als 111 US-Dollar verteuert. Seit Kriegsbeginn zog der Ölpreis um etwas mehr als die Hälfte an. "Der Iran-Krieg und seine Auswirkungen auf die Energiepreise und damit auf Konjunktur und Inflation haben die Finanzmärkte weiter voll im Griff", resümierte Lipkow.

Unter den Einzelwerten bewegten Analystenkommentare die Kurse. So stiegen die Aktien des Triebwerkbauers MTU um knapp ein Prozent und profitierten damit von einer Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux. Die Experten sehen in der jüngsten Kurskorrektur eine gute Einstiegschance.

Die ASML-Aktie gab merklich nach. Analysten verwiesen auf einen Gesetzentwurf aus Washington. Der sogenannte "Match Act" ziele auf das US-Exportgeschäft von DUV-Anlagen des niederländischen Herstellers von Lithografie-Systemen nach China, hieß es am Markt. Wie JPMorgan-Analyst Sandeep Deshpande schrieb, ist dieser Gesetzesentwurf am Donnerstag von Senatoren beider Parteien eingebracht worden und dürfte sich "negativ auf den Umsatz und Gewinn" von ASML auswirken. Im frühen Handel verlor das Papier 3,3 Prozent und war damit Schlusslicht im Euro-Stoxx-50.

Deutsche Bank Research hat das Kursziel für Danone von 66 auf 65 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Tom Sykes sieht laut seinem am Dienstag vorliegenden Kommentar weiter viele Probleme, wie den Rückruf von Babynahrung und niedrigeres Wachstum. Danone gewannen trotzdem 1,5 Prozent.

In der Schweiz steht eine wichtige Weichenstellung für die UBS an. Bis zum Ende des Monats dürfte der Bundesrat die Einzelheiten zu den neuen Kapitalvorgaben bekanntgeben, die der größten Bank des Landes milliardenschwere zusätzliche Puffer abverlangen könnten. Fallen die Anforderungen deutlich strenger als in anderen Ländern aus, könnte die UBS im Extremfall eine Kurskorrektur bis hin zu einer Abwanderung ins Ausland ins Auge fassen. UBS legten in Zürich 1,2 Prozent zu.

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