Europas Leitbörsen im Frühhandel ohne klare Richtung

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Mehrheitlich positive Übersee-Vorgaben
 © AFP, THOMAS SAMSON, Apa
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Die europäischen Leitbörsen haben am Freitag im Frühhandel noch keine einheitliche Richtung gefunden. Der Euro-Stoxx-50 verlor kurz nach 10.00 Uhr um 0,05 Prozent auf 6.379,27 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 0,17 Prozent fester bei 26.046,33 Zählern. Außerhalb der Eurozone trat der FTSE-100 bei 10.831,76 Einheiten auf der Stelle. Die Nervosität der Anleger vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag ist hoch.

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Die Vorgaben der Übersee-Märkte fielen großteils positiv aus und auch die Ölpreise haben sich auf hohem Niveau stabilisiert. Zudem sind die Erwartungen an eine baldige Leitzinsanhebung der US-Notenbank Fed zuletzt deutlich zurückgegangen. Die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte und einer Beibehaltung des aktuellen Niveaus halten sich aktuell die Waage. "Eine weitere Abschwächung am US-Arbeitsmarkt wäre ein starkes Argument gegen eine Zinserhöhung", betonte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

Noch etwas mehr Bedeutung für den US-Zinsentscheid am 16. September hätten die kommende Woche anstehenden Inflationsdaten, betonte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Denn die zwei Fed-Gouverneure John Williams und Michael Barr hätten "dezidiert darauf verwiesen, diese abwarten zu wollen, um zu entscheiden, ob sie sich für einen Zinsschritt im September aussprechen werden oder nicht".

Aktien von Volkswagen (VW) führten die Gewinnerliste im Euro-Stoxx-50 mit einem Kursanstieg um knapp sieben Prozent klar an. Der Aufsichtsrat des krisengeplagten Autobauers billigte am Donnerstagabend nach wochenlangen Auseinandersetzungen überraschend einstimmig weite Teile eines Sanierungskonzepts des Vorstands. Das bis 2030 angestrebte operative Ergebnis liege deutlich über den Analystenschätzungen, lobte ein Händler. Neben den VW-Titeln waren auch die Aktien des Großaktionärs Porsche SE mit plus 3,8 Prozent gefragt.

Auch einige Techwerte konnten Zugewinne verbuchen. So lagen Infineon um 1,6 Prozent höher und ASML Holding gewannen um 1,5 Prozent.

Abschläge gab es hingegen bei Finanzwerten zu verzeichnen. UniCredit büßten bis dato 1,47 Prozent ein, Banco Santander gaben um gut ein Prozent nach.

Adidas und Puma zeigten sich vergleichsweise wenig beeindruckt von einer Umsatz- und Gewinnwarnung beim US-Mitbewerber Lululemon: Die Titel der beiden deutschen Sportwarenhersteller sanken um 0,6 beziehungsweise 0,7 Prozent.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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