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Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,32 Prozent auf 6.382,59 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX um 0,63 Prozent fester bei 26.003,32 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,70 Prozent auf 10.831,52 Einheiten.
Fed-Direktoriumsmitglied Christopher Waller macht sein Abstimmungsverhalten bei der nächsten Zinssitzung von anstehenden Inflationsdaten abhängig. "Meine Entscheidung über die angemessene geldpolitische Ausrichtung wird maßgeblich davon abhängen, welche Erkenntnisse wir über die Inflation im August gewinnen", sagte Waller auf einer Veranstaltung in Washington. Bei weiteren Fortschritten in Richtung des 2-Prozent-Ziels der Fed sei er für eine weitere Zinspause.
Die Stimmung im US-Dienstleistungssektor hatte sich im August indes unerwartet verbessert. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg um 1,3 Punkte auf 55,4 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit unveränderten 54,1 Punkten gerechnet. Der ISM-Index bleibt damit klar über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Dies signalisiert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität.
Zuvor waren die im Vorfeld des morgigen monatlichen US-Arbeitsmarktberichts als wichtig erachteten wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe herausgegeben worden. Diese fielen mit einem Anstieg um 2.000 auf 206.000 Anträge etwas höher aus als erwartet.
Gesucht waren mit Blick auf die europäischen Branchen die Medienwerte. Dabei gab unter anderem das Schwergewicht Publicis den Takt vor. Die Aktie des französischen Werbeunternehmens zog um 4,4 Prozent an. Sie profitierte damit von einem milliardenschweren Auftrag von PepsiCo. Publicis würde zudem nicht mehr um den Konkurrenten Coca-Cola als Auftraggeber buhlen. Dies wiederum beflügelte die Titel des britischen Werbegiganten WPP, da dieser Analysten der Citi zufolge nun gute Chancen darauf habe, das Geschäft mit Coca-Cola zu behalten. Sie stiegen um 5,6 Prozent.
Verluste erlitten die Luxuswerte. Signale vom wichtigen chinesischen Markt waren durchwachsen ausgefallen. Die Marktstrategen der Deutschen Bank werteten die von der Agentur RatingDog ermittelten Einkaufsmanagerindizes als Hinweis dafür, dass die Erholung der Nachfrage schleppend verlaufe. LVMH verloren 1,8 Prozent und Hermes knapp 3,3 Prozent.