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Die Aufmerksamkeit richtet sich neben veröffentlichten Quartalszahlen auch auf die US-Notenbank. Am Abend wird das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank veröffentlicht. "Nachdem die EZB klargestellt hat, mit der aktuellen Geldpolitik zufrieden zu sein, haben sich die Zinshoffnungen der Anleger auf die amerikanische Notenbank verlagert", so Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker Consors.
Mit Blick auf die Rohstoffwerte erholten sie sich von den Verlusten der Vortage. "Rohstoffe und insbesondere die Edelmetalle sind wieder gefragt", stellte Lipkow dazu fest. So sprangen Antofagasta um starke 10,6 Prozent hinauf. Glencore legten indes um 4,5 Prozent zu. Die Analysten von JPMorgan sprachen von besser als erwarteten Zahlen des Rohstoffkonzerns. Erfreulich seien auch die Aussagen zur Dividende gewesen.
Aktien von BAE Systems waren in London mit vier Prozent Aufschlag gefragt. Bei Morgan Stanley war von einem weiteren Jahr starker operativer und finanzieller Entwicklung des britischen Rüstungsunternehmens die Rede. Der Ausblick für 2026 deute zudem auf weiteres Wachstum hin und eröffne Potenzial nach oben.
Mit deutlichen Abgaben reagierten dagegen Carrefour auf die Zahlen zum vierten Quartal. Die Aktie schloss um 4,8 Prozent im Minus. Die Analysten von JPMorgan sprachen von einem enttäuschenden vierten Quartal des französischen Supermarktbetreibers. Hinzu komme ein Ausblick, der wenig Aufschluss über die Entwicklung in diesem Jahr gebe.
Inzwischen währte die Euphorie der Bayer-Aktionäre über den Glyphosat-Vergleich in den USA nicht lange. Auf den Kurssprung vom Vortag folgte nun ein Rutsch. Die Anteilsscheine sackten um 7,1 Prozent auf 45,81 Euro ab. Tags zuvor hatten sie erstmals seit 2023 wieder fast 50 Euro gekostet und am Ende um gut sieben Prozent zugelegt.
Im Branchenvergleich am schwächsten tendierte jedoch der Chemiesektor. Hier knickte die Aktie von IMCD nach Geschäftszahlen um 4,7 Prozent ein. Damit näherten sich die Papiere des Chemikalienhändlers wieder ihrem jüngsten Tief seit fast sechs Jahren. IMCD habe mit den Resultaten des vierten Quartals 2025 enttäuscht, kommentierte Anil Shenoy von Barclays. Wie üblich habe es keinen Ausblick auf das neue Jahr gegeben. Die deutliche Verfehlung der Erwartungen im Quartal, der Abschwung gegenüber dem Vorquartal und der kaum kalkulierbare weitere Geschäftsverlauf seien aber eine klare Belastung für die Aktien.