Europas Leitbörsen schließen überwiegend etwas höher

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Techwerte und Autotitel gesucht
 © AFP, JOHN THYS, Apa
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Die europäischen Börsen haben am Freitag überwiegend etwas höher geschlossen. Überraschend robust ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten hatten dabei keinen nachhaltigen Einfluss auf die Notierungen. Der Euro-Stoxx-50 lag zum Handelsende 0,16 Prozent im Plus auf 6.392,93 Punkten. Wegen der schwachen ersten Wochenhälfte bleibt dem Eurozonen-Leitindex ein Wochenverlust von 1,4 Prozent.

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Der Frankfurter DAX gewann am Freitag 0,17 Prozent auf 26.046,40 Zähler. Außerhalb der Eurozone trat der FTSE-100 bei 10.831,09 Einheiten auf der Stelle.

Das US-Stellenwachstum im August lag mit einem Zuwachs von 162.000 deutlich über den Analystenschätzungen, zudem wurden die Vormonatszahlen nach oben revidiert. Die stabile Arbeitslosenquote und das Wachstum der Stundenlöhne trafen die Erwartungen. "Die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed werden wieder angeheizt", kommentierte Helaba-Ökonom Ralf Umlauf. Nochmals Bewegung in die Erwartungen könnten jedoch noch vor dem Zinsentscheid anstehende Inflationszahlen bringen, hieß es weiter.

Technologiewerte profitierten von guten Vorgaben aus Asien und den USA. Das Schwergewicht ASML kletterte um 3,1 Prozent und zog den Sektor nach oben.

Autowerte profitierten von der Stärke von Volkswagen. Die überraschende Einigung auf ein Sparpaket ließ die Aktien des kriselnden Autobauers um 6,5 Prozent steigen. Renault waren mit einem Prozent Gewinn ebenfalls gefragt.

Nach oben ging es auch mit Vodafone. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte das Kursziel von 85 auf 155 Pence angehoben und die Einstufung von "Sell" auf "Buy" gedreht. Analyst Andrew Lee macht einen deutlichen Wandel in den Ertragsperspektiven der Briten aus. Der Experte traut Vodafone auf Sicht von drei Jahren eine stärkere Verbesserung der Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) als den Wettbewerbern zu. Vodafone-Aktien stiegen um 2,7 Prozent.

Verluste erlitten dagegen die Medienwerte. Hier kam das Schwergewicht Publicis nach den Vortagesgewinnen um 2,6 Prozent zurück. Noch mehr schwächelte ein anderer französischer Standardwert. Vivendi sanken um 6,7 Prozent und reagierten damit auf die Halbjahreszahlen. Die Analysten von Baader sprachen von einem durchwachsenen Zahlenwerk und bemängelten die geringen Fortschritte beim Schuldenabbau.

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