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Insgesamt sieht es nach einem ruhigen Wochenbeginn aus. In den USA ist am Montag Feiertag und die US-Börsen sind geschlossen. Auch an einigen Handelsplätzen in Asien wurde nicht gehandelt, etwa in China wegen des Neujahrsfestes. Von konjunktureller Seite kommen erst im weiteren Wochenverlauf wieder wichtige Impulse aus den USA und aus Europa.
Jochen Stanzl, Marktanalyst bei der Consorsbank, schrieb: "Anleger haben ihr Geld in den vergangenen Wochen aus KI-Aktien in Blue Chips und etablierte Unternehmen umgeschichtet, in der Hoffnung, dort eine vergleichsweise sichere Anlage gefunden zu haben. Die Kursverluste bei Logistik- und Finanzaktien in der letzten Woche zeigten jedoch, dass selbst eingesessene Unternehmen im Zweifel nicht vor KI-Disruption gefeit sind." Dies erhöhe die Unsicherheit.
Die Aktien von Flatexdegiro weiteten ihren Kursrutsch in der Früh aus. Die Papiere des Onlinebrokers verloren im Frühhandel 4,4 Prozent auf 33,70 Euro, sodass sich der Verlust seit dem Rekordhoch Anfang des Monats inzwischen auf rund 20 Prozent beläuft. Die Aktien waren zuletzt unter die Räder der Sorgen vor KI-Konkurrenz geraten, die in vielen Branchen grassiert. Für weiteren Druck sorgte Analyst Christoph Blieffert von Exane BNP Paribas, der zwar sein Kursziel auf 35 Euro anhob, aber seine Kaufempfehlung strich.
Die Werte von L'Oreal legten um über 3 Prozent zu. Die Schweizer Großbank UBS beließ nach Durchsicht der am 12. Februar vorgelegten Zahlen das Anlagevotum "Buy". Auch die britische Investmentbank Barclays bestätigt ihr Votum "Overweight".
Banken zeigten sich europaweit erholt von jüngsten Verlusten. Im DAX lagen Deutsche Bank und Commerzbank vorne mit einem Plus von 1,59 bzw. 1,71 Prozent. Bei den Chemiewerten ging es hingegen mit den Werten hinunter. So verloren Brenntag, Symrise und BASF bis zu 1,9 Prozent.