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In Frankfurt schloss der DAX mit minus 0,02 Prozent bei 25.284,26 Einheiten kaum verändert. Die Bilanz für den Monat Februar weist aber einen Gewinn von drei Prozent aus. Damit könne der deutsche Leitindex eine ordentliche Wertentwicklung vorweisen, schrieb ein Experte von CMC Markets. In Anbetracht der vielen Störfaktoren und der weiterhin heiklen Situation zwischen dem Iran und den USA sei das aktuelle Monatsplus mehr als sehenswert. Außerhalb der Eurozone gewann der britische Leitindex FTSE-100 zum Wochenausklang 0,59 Prozent auf 10.910,55 Punkte.
Stärkste Branche waren die Telekomwerte. Der Sektor profitierte von Übernahmegerüchten. Wie das spanische Nachrichtenportal "El Espanol" mit Verweis auf mit der Sache vertraute Personen berichtet hatte, befindet sich der spanische Telekomkonzern Telefonica in Gesprächen mit der United-Internet-Tochter 1&1. Schon im Oktober war in Berichten von solchen Gesprächen die Rede gewesen. Telefonica kletterten um 5,5 Prozent. 1&1 zogen um mehr als acht Prozent an.
Unter den Versicherern waren Aktien der Swiss Re gefragt. Der Schweizer Rückversicherer habe nicht nur ein besser als erwartetes Schlussquartal verzeichnet und mit dem Nettoergebnis die Erwartungen übertroffen, so Analyst Ben Cohen von der kanadischen Bank RBC. Das eigentliche Ereignis sei vielmehr der zusätzliche Aktienrückkauf im Umfang von einer Milliarde US-Dollar gewesen. Swiss Re gewannen 3,7 Prozent.
Verhaltener war die Reaktion auf die Zahlen eines anderen Schweizer Wertes. Holcim hatte nach Einschätzung der Analysten von Jefferies zwar solide Zahlen für das vierte Quartal präsentiert, aber der Ausblick sei nicht ganz makellos gewesen. Die Aktie büßte 1,4 Prozent ein.
Noch schlechter fiel die Reaktion auf die Zahlen der britischen Fluggesellschaft International Airlines Group aus. Die Aktie verlor trotz ordentlicher Quartalszahlen satte 7,4 Prozent. Marktbeobachter verwiesen auf Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel zuvor einen starken Lauf hatten. Die Zahlen der Airline-Holding hätten etwas über den Erwartungen gelegen, auch der Ausblick sehe ordentlich aus, hieß es von JPMorgan. An den Konsensschätzungen dürfte sich aber wenig ändern. Reisewerte lagen am Ende des Feldes.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND