Europas Leitbörsen schließen leichter, Euro-Stoxx-50 -0,19%

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Sehr schwache Wochenbilanz bei den Aktienindizes
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Nach zuletzt wieder etwas gesunkenen Ölpreisen haben die europäischen Aktienmärkte ihre Kursabschläge am Freitagnachmittag etwas eingedämmt und sich mit einer leichteren Tendenz ins Wochenende verabschiedet.

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Meldungen, wonach sich der iranische Außenminister auf dem Weg in die pakistanische Hauptstadt Islamabad befinden soll, nährten Hoffnungen auf neue Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran und stützten auch die Aktienmärkte.

US-Präsident Donald Trump schickt einem Medienbericht zufolge den Sonderbeauftragten Steven Witkoff und seinen Schwiegersohn Jared Kushner zu Gesprächen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi nach Pakistan. Dies berichtet der Sender CNN unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter.

Die geopolitische Architektur im Nahen Osten gleicht aber weiterhin einem instabilen Kartenhaus: Berichte über interne Machtkämpfe im Iran und die massive Aufstockung der US-Militärpräsenz lassen das Risiko einer erneuten Eskalation am Wochenende steigen", hieß es in einem Kommentar von Index Radar.

Der Euro-Stoxx-50, der Leitindex der Euroregion, sank um 0,19 Prozent auf 5.883 Punkte. Daraus resultierte ein sattes Wochenminus von 2,9 Prozent. In Frankfurt büßte der DAX knappe 0,11 Prozent auf 24.129 Einheiten ein. Hier betrug die Wochenperformance schwache minus 2,3 Prozent. Der britische FTSE-100 schloss 0,75 Prozent im Minus bei 10.379 Punkten.

Von den Auswirkungen der weiterhin hohen Ölpreise zeugte der deutsche ifo-Index. "Die befragten Unternehmen blicken deutlich pessimistischer nach vorn als noch im März", stellte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank angesichts der gefallenen Geschäftserwartungen fest.

In einer Branchenbetrachtung verzeichneten die Ölwerte stärkere Gewinne. Saipem gewannen 2,7 Prozent. Aktien von Eni gaben nach Zahlen zum ersten Quartal 1,1 Prozent nach. Der Ölkonzern habe zwar durchwachsen abgeschnitten, doch die fundamentale Entwicklung sei auf einem guten Weg, schrieb Analyst Matthew Lofting von JPMorgan.

Zu den stärksten Gewinnern gehörten auch Technologiewerte. Das Schwergewicht SAP stützte den Sektor dank überraschend guter Quartalszahlen mit einem Kurssprung von fast fünf Prozent. Zudem gab es Nachrichten zu Adyen. Der niederländische Zahlungsdienstleister hatte im ersten Quartal den Umsatz um 20 Prozent gesteigert und bewegt sich damit im Zielkorridor für die Jahresprognose. Außerdem will Adyen die deutsche Software-Plattform Talon.One für 750 Millionen Euro übernehmen. Die Analysten von Jefferies lobten diesen Schritt. Adyen kletterten um 4,8 Prozent.

Ansonsten dominierten jedoch die Verluste. Sehr schwach tendierten die Autowerte. Renault und Stellantis bremsten um 3,6 bzw. 4,9 Prozent. Ausnahme waren die Aktien des Lkw-Bauers Volvo. Trotz gesunkener Auslieferungen hatte das Unternehmen im ersten Quartal im Tagesgeschäft mehr verdient als erwartet. Dank eines um 14 Prozent gestiegenen Auftragseingangs zum Jahresauftakt zeigte sich der Konzern zudem für das laufende Jahr optimistischer. Volvo-Anteilsscheine gewannen 1,5 Prozent.

Baustoffwerte litten unter den hohen Energiepreisen. Zahlen von Saint Gobain und Holcim stützten den Sektor dabei nicht. Erstere fielen um 0,6 Prozent, obwohl das Unternehmen im ersten Quartal nach Ansicht von Goldman Sachs besser als erwartet abgeschnitten hatte. Die Holcim-Aktie gewann 1,3 Prozent, nachdem das Analysehaus Jefferies das operative Ergebnis und die robuste Nachfrage gelobt hatte.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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