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Der ATX fiel bis zum frühen Nachmittag um 0,55 Prozent auf 5.781,95 Punkte. Neben dem derzeitigen Dauer-Sorgenthema Naher Osten wurde das Börsenbarometer auch von Dividendenabschlägen der BAWAG und der Österreichischen Post belastet. Der ATX Total Return, in dem Ausschüttungen der enthaltenen Aktien mit einberechnet werden, stieg um moderate 0,2 Prozent.
Für den ATX Prime ging es um 0,55 Prozent auf 2.862,02 Zähler hinab. Im europäischen Umfeld verlief das Geschäft ebenfalls verhalten.
Auf Wochensicht deutet sich für den heimischen Leitindex ein Verlust von knapp drei Prozent an. Vergangene Woche hatte er noch bei 5.972 Zählern ein neues Allzeithoch gesetzt, bevor mit dem Ausbleiben von Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder Ernüchterung einkehrte.
Vor diesem Hintergrund bleibt der Ölpreis der Sorte Brent mit rund 105 US-Dollar je Fass auf dem höchsten Niveau seit Anfang April. Während die USA weiter auf einen geeinten Vorschlag des Iran zur Beilegung des Krieges warten, stocken sie ihre Militärpräsenz in der Region weiter auf. Inzwischen befindet sich ein dritter Flugzeugträger im Nahen Osten.
Ganz vorne im Leitindex standen die AT&S-Papiere mit einem Zuwachs von 9,5 Prozent, womit die Titel des Chip-Zulieferers ein weiteres Rekordhoch erreichten. Nachdem die starke Kursrally zuletzt ins Stocken geraten war, brachte nun ein erfreulicher Quartalsbericht des US-Kunden Intel frischen Rückenwind. Seit Jahresbeginn hat sich der AT&S-Kurs bereits verdreifacht.
Moderatere Zuwächse verzeichneten einige der Öl- und Versorgeraktien, sowie die Versicherer. Schwäche zeigten hingegen die energieintensiven Industrietitel, wobei voestalpine um 2,6 Prozent absackten.
BAWAG und Österreichische Post lagen mit Abschlägen von 3,5 respektive 4,7 Prozent am unteren ATX-Ende. Nach Berücksichtigung der Dividendenausschüttungen tendierten die Titel jedoch leicht im Plus.