Europas Leitbörsen am Vormittag tiefer, Euro-Stoxx-50 -0,4 %

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++ ARCHIVBILD ++ Fehlende Fortschritte in Nahost und hohe Ölpreise drücken auf Stimmung
 © DPA, Hannes P Albert, Apa
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An den wichtigsten europäischen Börsen haben die Anleger am Freitag nur vorsichtig agiert. Der Euro-Stoxx-50 stand rund eine Dreiviertelstunde nach Sitzungsauftakt 0,36 Prozent im Minus bei 5.873 Punkten. Der Frankfurter DAX kam bei 24.150 Zählern nicht vom Fleck. In London gab der FTSE-100 um 0,40 Prozent auf 10.415 Einheiten nach.

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Im Iran-Krieg zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. "Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bleiben eine unübersichtliche Hängepartie", konstatierte Thomas Altmann, Marktexperte beim Vermögensverwalter QC Partners. Der Ölpreis für die Nordseesorte Brent bleibt mit rund 106 US-Dollar je Fass auf dem höchsten Niveau seit Anfang April. Während die USA weiter auf einen geeinten Vorschlag des Iran zur Beilegung des Krieges warten, stocken sie ihre Militärpräsenz in der Region weiter auf. Inzwischen befindet sich ein dritter Flugzeugträger im Nahen Osten.

Bester Sektor waren die Ölwerte, die von den hohen Rohölpreisen profitierten. Dabei hinkten Eni der Branchenentwicklung mit einem Plus von 0,3 Prozent hinterher. Die Italiener hatten im ersten Quartal mit ihrem bereinigten Gewinn die Markterwartungen verfehlt. Der Ölkonzern habe zwar durchwachsen abgeschnitten, doch die fundamentale Entwicklung sei auf einem guten Weg, schrieb JPMorgan-Analyst Matthew Lofting.

Dahinter befand sich der Technologiesektor. Neben guten Überseevorgaben lag dies vor allem an SAP, die um starke sechs Prozent anzogen. Der aus Cloudverträgen in den nächsten zwölf Monaten zu erwartende Umsatz (current cloud backlog - CCB) sei besser als erwartet gewesen, urteilten Analysten. SAP sind mit einem Abschlag von fast einem Drittel mit Abstand schwächster DAX-Wert 2026. Am Vortag hatten sie sich mit einem Minus von mehr als 6 Prozent noch ihrem Jahrestief genähert.

Ebenfalls im DAX legten Siemens Energy um 1,2 Prozent zu, wobei eine anfängliche Euphorie rasch abebbte. Der Energietechnikkonzern Siemens Energy wird nach der positiven Entwicklung im ersten Geschäftshalbjahr und der starken Marktnachfrage optimistischer für das Gesamtjahr. Nach einem Zuwachs von mehr als 53 Prozent seit Jahresbeginn neigen die Anleger aber zu Gewinnmitnahmen.

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