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Der Euro-Stoxx-50 stieg zum Sitzungsende um 1,31 Prozent auf 6.318,20 Punkte. Der deutsche Leitindex DAX kletterte um 1,07 Prozent auf 25.575,01 Einheiten. Außerhalb der Eurozone ging es für den britischen FTSE-100 um 0,75 Prozent auf 10.739,01 Zähler nach oben.
US-Präsident Donald Trump erklärte gegenüber Fox News, er wäre am Rande der Generalversammlung, die am Dienstag beginnt, "wahrscheinlich" bereit zu einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian. Außerdem nährte das geplante Gipfeltreffen zwischen Trump und Chinas Xi Jinping die Hoffnung auf eine Lösung der Nahost-Konflikte.
Besonders begehrt waren Aktien aus dem Technologiesektor, denn US-Präsident Donald Trump will die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) in den USA weiter beschleunigen - trotz wachsender Warnungen vor existenziellen Risiken. Aktien von ASML und Infineon waren vor diesem Hintergrund im Euro-Stoxx-50 mit Gewinnen von bis zu 4,4 Prozent unter den Spitzenwerten.
Der Sektorindex Stoxx Europe 600 Technology schaffte es erstmals seit Ende August wieder über seiner 21-Tage-Linie, worin viele Anleger ein kurzfristig positives Signal sehen. Vertreter der USA und Chinas äußerten sich außerdem optimistisch über Gespräche, die zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt auch zum KI-Thema geführt werden. "Wir wollen eine gemeinsame Vision hinsichtlich gemeinsamer Ziele und gemeinsamer Bedrohungen", sagte US-Finanzminister Scott Bessent.
Aus dem erweiterten Technologiesektor schnellten in Zürich die Aktien von AMS-Osram um fast 23 Prozent hoch. Der Sensoren- und Halbleiterhersteller hat im Bereich des KI-Ausbaus einen technologischen Durchbruch bei Dünnschicht-Oberflächenemittern (VCSELs) erzielt, indem mit dem Partner BizLink eine steckerbasierte Multicore-Faserlösung demonstriert wurde.
Etwas hinter den Tech-Werten bewegte sich in der Branchentabelle der Bankensektor, der unter anderem von einem Anstieg um 1,8 Prozent bei der Societe Generale profitierte. Die französische Bank peilt mittelfristig eine deutlich höhere Eigenkapitalrendite an und gab außerdem bekannt, dass bis zum Jahr 2029 mindestens 21 Milliarden Euro in Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe gesteckt werden sollen.
Die Aktien von Volkswagen (VW) und besonders dem kontrollierenden Großaktionär Porsche SE litten unter einem Analystenkommentar von Kepler Cheuvreux. So fielen die Vorzugsaktien von VW um zwei Prozent und die Anteilsscheine von Porsche SE um 3,4 Prozent. Im Sog verloren die Papiere des Sportwagenbauers Porsche AG 2,6 Prozent.
Ein sehr schwacher Wert war Novo Nordisk mit einem Rückschlag um 7,7 Prozent. Bis 2030 werde zwar ein durchschnittliches Wachstum auf Augenhöhe mit der Konkurrenz avisiert, so ein Marktteilnehmer. Das seien aber die Jahre vor der Patentklippe des Wirkstoffs Semaglutid, die ein wichtiger Sorgenfaktor bleibe. Die Skeptiker monierten zudem die hohe Bewertung des Pharmawertes.
Im Logistikbereich fiel Kühne & Nagel in Zürich an der Schweizer Börse mit einem Anstieg um 4,2 Prozent positiv auf. Der Konzern sorgte mit der Vereinbarung einer langfristigen strategischen Zusammenarbeit mit dem Online-Riesen Amazon für etwas KI-Fantasie unter seinen Anlegern.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND