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Die wichtigsten US-Indizes hatten sich am Mittwoch erholt. Ihr Niveau zum europäischen Handelsende konnten sie aber nicht ganz halten. Dies lag vor allem daran, dass die US-Notenbank im Protokoll ihrer jüngsten Sitzung die Risiken betonte, die von einer zu hohen Inflation ausgehen können. Zuletzt hatte sich die Hoffnung auf eine Zinssenkung der Fed bereits nach hinten verschoben.
Hinzu kommt die weiterhin angespannte Lage zwischen den USA und dem Iran. Nach den jüngsten Atomverhandlungen häufen sich Hinweise auf einen möglicherweise bald bevorstehenden Krieg. Mehreren Medienberichten zufolge befindet sich das US-Militär in Vorbereitungen für einen Angriff auf den Ölstaat. Trump habe aber noch keine endgültige Entscheidung über einen möglichen Angriff getroffen, so der US-Sender CBS News. Die Ölpreise stiegen vor diesem Hintergrund auf den höchsten Stand seit Ende Jänner.
Auf Unternehmensebene liegt der Fokus an einer Reihe an Quartalsberichten. Beim Flugzeugbauer Airbus bemängelten Marktteilnehmer den schwachen Ausblick, der zwar konservativ sei, aber doch deutlich unter den Erwartungen liege. Die Papiere rutschten um mehr als fünf Prozent ab.
In Zürich legten Nestle drei Prozent zu. Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern hatte mit den Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen. Die Analysten von RBC bezeichneten das Wachstum als erfreulich. Nestle habe solide Zahlen vorgelegt, hieß es auch von Bernstein. Sie widersprächen den pessimistischen Prognosen der letzten Wochen.
Im schwachen Rohstoffsektor verloren Aktien von Rio Tinto nach Ergebnissen knapp vier Prozent. Die Analysten von JPMorgan sprachen von durchwachsenen Zahlen. Während der bereinigte Überschuss den Konsensschätzungen entsprochen habe, sei die Nettoverschuldung ungünstiger als erwartet ausgefallen.
Auch Renault büßten zuletzt knapp vier Prozent ein. Analysten sprachen von erwartungsgemäßen Jahreszahlen. Der für 2026 gegebene Ausblick liege im Rahmen seiner Erwartungen, kommentierte JPMorgan-Analyst Jose Asumendi. Die mittelfristig gesetzten Ziele würden leicht unter dem Konsens liegen.