Europas Leitbörsen am Vormittag mit Abgaben

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Bayer-Aktie im Aufwind
 © AFP, TOBIAS SCHWARZ, APA
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Für Europas wichtigste Börsen ist es am Dienstagvormittag nach unten gegangen. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 verlor etwa 90 Minuten nach Handelsbeginn 0,72 Prozent auf 6.131,99 Punkten. Der deutsche DAX büßte 0,79 Prozent auf 25.774,62 Einheiten ein. In London verlor der FTSE 0,48 Prozent auf 10.708,68 Zähler.

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Für die negative Stimmung sorgen eine Tech-Schwäche in den USA und einer erneuten militärischen Eskalation im Iran, was den Ölpreis wieder steigen lässt. Das US-Militär hat Medienberichten zufolge erneut Ziele im Iran angegriffen. "Die Lage im Iran eskaliert erneut", schrieb der Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners in einem Kommentar.

Druck kommt auch von den Techwerten. Unter den großen US-Techkonzernen hatten Alphabet, Amazon und Intel in der vergangenen Woche sowie Meta in der Woche davor die Anleger enttäuscht beziehungsweise mit weiteren Milliarden-Investitionen in KI irritiert. Am Dienstagmorgen folgten auch die asiatischen Märkte mit Verlusten, vor allem der technologielastige südkoreanische Kospi, der über drei Prozent abgeben musste,

Apple hatte im vergangenen Quartal mit seinem iPhone-Geschäft die Markterwartungen übertroffen, wie die am Vorabend nach US-Börsenschluss vorgelegten Zahlen zeigten. Teure Speicherchips treffen den Konzern aber im Weihnachtsgeschäft. Die Apple-Aktien notierten am Morgen auf Tradegate im Minus im Vergleich zum US-Börsenschluss. "Die Botschaft ist eindeutig: Selbst glänzende Geschäftszahlen reichen nicht mehr aus, wenn die Perspektiven nicht ebenso überzeugend ausfallen", kommentierte dies Börsenexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.

Quartalszahlen veröffentlichten am Dienstag die DAX-Konzerne Bayer, Zalando und Fresenius Medical Care (FMC). Die Anteile von Bayer gewannen 4,6 Prozent. Ein starkes Pharmageschäft stimmt den Konzern optimistischer.

Der Mischkonzern AB Foods wird auch in den kommenden Monaten viel Gegenwind verspüren. "Mit Blick auf die Zukunft bleiben wir hinsichtlich der Konsumentenstimmung und der Rohstoffkosten vorsichtig", sagte Konzernchef George Weston laut Mitteilung. Wie bereits bekannt dürfte der operative Gewinn im neuen Geschäftsjahr (Ende September) im Vergleich zu 2025/26 zurückgehen. Das war bislang allerdings vor allem auf das schwache Zuckergeschäft zurückgeführt worden, nun aber ist klar: Auch Primark dürfte schwächer abschneiden als zuletzt. AB Foods verloren in London bisher 1,8 Prozent.

Der Kurseinbruch von Alstom kennt auch am Dienstag kein Halten. Mit 10,505 Euro landeten die Papiere des Bahntechnikkonzerns auf dem tiefsten Niveau seit Anfang 2024. Nach der Prognosesenkung zu Wochenbeginn verloren sie nun insgesamt rund ein Drittel an Wert.

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