Mehr Baubeginne in den USA - Genehmigungen sinken aber

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Höhere Hypothekenzinsen und gestiegene Materialkosten belasten Markt
 © APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/JOE RAEDLE
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Der Bau von Einfamilienhäusern in den USA hat sich im Dezember erholt. Die Baubeginne stiegen um 4,1 Prozent auf eine hochgerechnete Jahresrate von 981.000, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch mitteilte.

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Zugleich deutet ein Rückgang bei den Baugenehmigungen jedoch auf eine anhaltende Schwäche des Marktes hin. Die Zahl der Genehmigungen für künftige Bauvorhaben sank um 1,7 Prozent auf 881.000. Die Veröffentlichung der Daten hatte sich wegen der Haushaltssperre (Shutdown) im vergangenen Jahr verzögert.

Belastet wird der Markt durch höhere Hypothekenzinsen und gestiegene Materialkosten. Zölle auf importierte Waren wie Bauholz haben die Preise für Baumaterialien in die Höhe getrieben. Zudem sorgt ein Mangel an Arbeitskräften infolge eines härteren Vorgehens bei der Einwanderung für höhere Baukosten. Die Stimmung unter den Bauunternehmen hatte sich einer jüngsten Umfrage zufolge im Februar weiter eingetrübt. Die Unternehmen verwiesen auf anhaltend hohe Grundstücks- und Baukosten.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump versucht, mit mehreren Maßnahmen die Erschwinglichkeit von Wohnraum zu verbessern. Dazu gehören der Kauf von hypothekenbesicherten Wertpapieren und ein Verbot für institutionelle Investoren, Einfamilienhäuser zu erwerben. Obwohl die Hypothekenzinsen nachgegeben haben, sind die Fortschritte ins Stocken geraten. Sorgen über die Staatsverschuldung halten die Renditen von US-Staatsanleihen hoch, an denen sich die Hypothekenzinsen orientieren. Volkswirte erwarten, dass die Investitionen in den Wohnungsbau im vierten Quartal 2025 zum vierten Mal in Folge geschrumpft sind.

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