Europas Börsen zu Mittag stark im Plus

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Hoffnung auf Kriegsende treibt Börsen nach oben
 © AFP, XAVIER GALIANA, Apa
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Die Hoffnungen auf ein nahendes Ende des Iran-Kriegs haben Europas Börsen zum Monatsbeginn einen Kurssprung beschert. Der Euro-Stoxx-50 hielt gegen 12.15 Uhr mit einem Plus von 1,96 Prozent bei 5.678,89 Punkten. Der deutsche DAX legte 1,91 Prozent auf 23.112,13 Zähler zu. Der britische FTSE gewann 1,79 Prozent auf 10.358,96 Punkte. Davor ging es schon in Asien stark nach oben. Der japanische Nikkei legte 5,2 Prozent zu.

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Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian hatten am Vorabend nach dem europäischen Börsenschluss schon an den US-Aktienmärkten für Zuversicht und etwas Entlastung bei den Ölpreisen gesorgt. Medienberichten zufolge forderte Peseschkian "Garantien" für ein Kriegsende. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte, er stehe im Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. US-Präsident Trump rechnet unterdessen mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf den Iran in zwei bis drei Wochen und kündigte eine "wichtige" Rede zum Stand des Krieges in der Nacht auf Donnerstag an.

Der Optimismus im Iran-Krieg machte sich auch bei den weiter gesunkenen Ölpreisen bemerkbar, die derzeit wichtigster Gradmesser für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger sind. Rohöl der Sorte Brent zur Lieferung im Juni fiel in der Früh zeitweise unter die viel beachtete Marke von 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Zu Wochenbeginn wurde Brent noch über 110 Dollar gehandelt.

Die Kursgewinne zogen sich am Vormittag quer durch alle Branchen. Unter den größten Euro-Stoxx-50-Gewinnern fanden sich vor allem Bankwerte wie UniCredit, Banco Santander oder BNP Paribas mit Kursgewinnen zwischen 4 und 6 Prozent. Ganz oben im Index lagen aber nach positiven Analystenkommentaren die Aktien des Rüstungskonzerns Rheinmetall mit einem Plus von 5,9 Prozent.

Gut gesucht waren auch Titel der Reisebranche. Aktien des Reiseveranstalters TUI legten 4,7 Prozent zu. Titel des Billigfliegers Ryanair stiegen um 1,7 Prozent. In Paris gewannen Aktien der Air France-KLM 6,2 Prozent. In London zählten Minenwerte wie Antofagasta (plus 5,3 Prozent) oder Endeavour Mining (plus 4,8 Prozent) zu den Tagesgewinnern.

Verlierer waren angesichts der Korrektur der Ölpreise Energie- und Ölwerte. Im Euro-Stoxx-50 gaben die Aktien der Ölkonzerne ENI und TotalEnergies 2,6 bzw. 1,8 Prozent nach. Im britischen FTSE zählten die Titel der Ölriesen BP und Shell mit Verlusten von 1,3 bzw. 0,9 Prozent zu den größten Verlierern.

Massiv unter Druck kamen in London die Aktien von Berkeley und büßten 14,7 Prozent ein. Der Wohnbaukonzern hatte vor einem schwächeren Wachstum bis zum Jahr 2030 gewarnt.

Auf Konjunkturseite könnte heute der am Nachmittag noch anstehende Einkaufsmanagerindex der US-Industrie für Impulse sorgen. "Regionale Fed-Umfragen fielen uneinheitlich aus und lassen per saldo allenfalls einen leichten Stimmungsrückgang erwarten", schreiben die Analysten der Helaba. Erwartet werden auch Daten zum US-Arbeitsmarkt vom privaten Jobdienstleister ADP. Von den Zahlen erhoffen Börsianer erste Hinweise auf die Arbeitsmarktentwicklung im März.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/XAVIER GALIANA

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