Europas Börsen überwiegend höher, Euro-Stoxx-50 plus 0,9%

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Dank leicht sinkender Ölpreise
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Europas Börsen haben am Mittwoch zugelegt. Sie reagierten damit positiv auf den gesunkenen Ölpreis. Dieser profitierte von Bemühungen, den Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf abseits der Straße von Hormuz zu organisieren. Zuletzt hatte das OPEC-Mitglied Irak eine Vereinbarung mit der Türkei zur Wiederaufnahme von Öltransporten getroffen.

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Der Euro-Stoxx-50 notierte zu Mittag 0,9 Prozent höher mit 5.820,98 Punkten. In Frankfurt verbesserte sich der DAX um 0,83 Prozent auf 23.929,02 Einheiten. Der Schweizer SMI gab dagegen wegen der Verluste einiger defensiver Schwergewichte um 0,42 Prozent auf 12.908,26 Punkte nach. Der britische FTSE 100 gewann 0,33 Prozent auf 10.438,06 Punkte.

Die Aufmerksamkeit ist nun auf die Sitzung der US-Notenbank am Abend gerichtet. "Die zentrale Frage für die nervösen Rentenmärkte lautet nun vielmehr, ob die US-Währungshüter an ihrer grundsätzlichen Perspektive einer Zinssenkung im laufenden Jahr festhalten", hieß es von der Landesbank Baden-Württemberg. "Sollten die Notenbanker signalisieren, eine längere Phase unveränderter Leitzinsen zu bevorzugen, dürfte dies den US-Rentenmarkt nach unserer Einschätzung zusätzlich unter Druck setzen."

Gewinne verbuchten Sektoren, die mit Beginn des Krieges gegen den Iran unter Druck gekommen waren. So legten Banken, Industrie- und Baustoffwerte sowie der Reisesektor überproportional zu. Am Ende des Feldes lagen dagegen die defensiven Branchen, die sich zuletzt relativ gut gehalten hatten. Zu den Verlierern gehörten der Nahrungsmittelsektor, die Telekommunikations- und Pharmawerte sowie die Versorger.

Im Technologiesektor ragten ASML mit 1,5 Prozent Aufschlag hervor. Samsung hatte sich günstig zu den weiteren Aussichten für Halbleiter dank der Nachfrage im Bereich Künstlicher Intelligenz geäußert. Verluste von über fünf Prozent verzeichneten dagegen Logitech nach einer Abstufung durch die UBS auf "Neutral". Die Bank geht nur noch von einem geringen Aufwärtspotenzial aus.

Der Ölsektor hielt sich trotz des gesunkenen Ölpreises im Plus. "Selbst bei einer Entspannung in der Straße von Hormuz dürfte laut Analysten eine erhöhte Risikoprämie an den Ölmärkten vorerst bestehen bleiben", merkte Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank dazu an.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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