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Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 beendete den Tag mit einem knappen Plus von 0,05 Prozent und 6.167,81 Punkten. Etwas stärker nach oben ging es in Frankfurt. Der deutsche DAX stieg um 0,44 Prozent auf 25.704,02 Zähler. Der britische FTSE stieg um 0,07 Prozent auf 10.694,50 Punkte.
Eine Erhöhung der Leitzinsen gilt bei der heute anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed zwar als sehr unwahrscheinlich, Börsianer erhoffen sich von den begleitenden Kommentaren der Notenbanker aber Hinweise auf den weiteren Kurs der Fed. Viele Experten spekulieren angesichts der hohen Inflation auf eine Zinserhöhung im Dezember. Wichtige Impulse werden auch von den nach US-Börsenschluss anstehenden Zahlen der US-Techriesen Alphabet und Microsoft erwartet.
Für größere Kursausschläge bei einzelnen Aktien sorgte am Mittwoch weiter die Berichtssaison. So brachen die Aktien von Adyen nach einem schlechten Geschäftsausblick des niederländischen Zahlungsdienstleisters um über 13 Prozent ein und waren damit die mit Abstand größten Verlierer im Euro-Stoxx-50. Adyen hat das Margenziel für dieses Jahr gesenkt und für die kommenden Jahre gleich ganz gestrichen. So rechnet das Unternehmen im laufenden Jahr bei der Marge gemessen am Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) jetzt nur noch mit einem Wert von 50 Prozent und damit rund zwei Prozentpunkte weniger als bisher.
Schlecht wurden auch die Quartalszahlen der Banco Santander aufgenommen. Die spanische Großbank Santander hat im dritten Quartal wegen Umbaukosten einen leichten Gewinnrückgang verbucht, die Erwartungen von Analysten jedoch übertroffen. An der Börse fielen die Santander-Aktien am Mittwoch um 5,6 Prozent.
Aktien der Deutschen Bank stiegen hingegen nach guten Zahlen um 4,0 Prozent und waren damit die größten Gewinner im DAX. Deutschlands größte Bank hat ihre Rekordjagd mit einem Milliardengewinn im dritten Quartal fortgesetzt. Der Vorsteuergewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf gut 2,6 Mrd. Euro. Nach Steuern ergab sich ein Gewinn von rund 1,9 Mrd. Euro und damit um 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Tagesverlierer im DAX waren nach schlecht aufgenommenen Aussagen zum Geschäftsausblick die Aktien des Aromenherstellers Symrise mit einem Minus von 10,2 Prozent.
Für Logitech ging es im Züricher Leitindex SMI nach Halbjahreszahlen um mehr als zehn Prozent nach unten. Die Aktien des Computerzubehör-Herstellers litten Händlern zufolge unter Aussagen des Managements zur Bruttomarge im angelaufenen Weihnachtsquartal.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON