Europas Börsen schließen überwiegend höher

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Adidas-Titel geben 11,5 Prozent ab
 © APA/APA/AFP/LUDOVIC MARIN
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Europas Aktienmärkte haben am Donnerstag mehrheitlich höher geschlossen. Gesunkene Ölpreise und überwiegend solide Quartalszahlen zahlreicher Standardwerte stützten. Gleichzeitig bleibt der Iran-Krieg im Blick und die US-Notenbank Fed hatte den Leitzins am Vorabend wie erwartet ein weiteres Mal unverändert gelassen. Rückenwind kam zudem im Späthandel von der positiv tendierenden Wall Street.

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Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 stieg um klare 1,53 Prozent auf 6.344,40 Punkte. In Frankfurt legte der DAX um 0,60 Prozent auf 25.612,03 Einheiten zu. Der britische FTSE-100 verlor indes leichte 0,10 Prozent auf 10.897,27 Punkte.

Im Branchenvergleich zeigte sich bis Handelsschluss der Bausektor stark. Er profitierte von den Gewinnen des Schwergewichts Vinci, dessen Aktienkurs um 4,7 Prozent anzog. Das französische Infrastruktur-Unternehmen habe auf ganzer Linie die Erwartungen übertroffen, hieß es von der kanadischen RBC.

Bei den Einzelwerten kletterten die Aktien von L'Oreal um 2,7 Prozent. Der französische Kosmetikkonzern war dank einer starken Nachfrage nach Haarpflegeprodukten im zweiten Quartal kräftig gewachsen.

Im Fokus standen zudem die Aktien von Adidas mit einem Kurseinbruch von 11,5 Prozent angesichts einer enttäuschenden Ergebnisentwicklung des Sportartikelherstellers im zweiten Quartal. Analyst James Grzinic von Jefferies sprach von einer unerwartet deutlichen Steigerung der operativen Kosten. Die starke Wachstumsdynamik im zweiten Quartal rücke daher in den Hintergrund.

Unter den Industriewerten setzten Schneider Electric Akzente. Die Franzosen erhöhten ihre Ziele. Die Aktie kletterte um über 10,8 Prozent.

Im Bankensektor überzeugten Societe Generale. Die französische Bank schraubte nach einem Rekordgewinn im zweiten Quartal ihre Spar- und Renditeziele nach oben. Der Kurs erhöhte sich um 5,7 Prozent.

Aber auch die Banken anderer Länder glänzten mit ihren Zahlen. Höhere Zinseinnahmen verhalfen der spanischen BBVA im zweiten Quartal zu einem Gewinnsprung. Der Kurs kletterte um fünf Prozent. Die niederländische Großbank ING hatte unterdessen im zweiten Quartal dank zweistellig steigender Zins- und Provisionseinnahmen deutlich mehr verdient. Der Markt honorierte dies mit 5,1 Prozent Kursgewinn.

Aktien von Sanofi fielen indes trotz überraschend starker Quartalszahlen und erhöhter Ziele um acht Prozent. Die Analysten von Jefferies sprachen von leicht unter den Erwartungen liegenden Umsätzen im Bereich der Impfstoffe.

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