Europas Börsen schließen mit neuen Rekorden

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++ ARCHIVBILD ++ DAX gewann 2,16 Prozent
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Europas Börsen haben den Donnerstagshandel mit neuen Rekorden beendet. Im Fokus stand der monatliche US-Arbeitsmarktbericht, der sich auf das zinspolitische Vorgehen der Federal Reserve (Fed) auswirken dürfte. So waren im Juni deutlich weniger Stellen geschaffen worden als erwartet, was jeglichen Handlungsdruck des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh dämpft.

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"Damit rücken weitere Zinserhöhungsspekulationen vorerst in den Hintergrund; vielmehr dürfte der Markt nun verstärkt auf eine geldpolitische Lockerung im vierten Quartal nach den US-Zwischenwahlen setzen", formulierte eine Expertin von IG.

Der Euro-Stoxx-50 stellte vor diesem Hintergrund eine neue Bestmarke auf und ging mit plus 1,24 Prozent bei 6.360,47 Einheiten aus dem Handel. Der DAX schrieb ebenfalls neue Rekorde und schloss um 2,16 Prozent höher bei 25.580,88 Punkten. Außerhalb der Eurozone steigerte sich der FTSE-100 in London um 1,67 Prozent auf 10.652,87 Zähler.

Branchenseitig war eine Rotation von Tech-Aktien in defensive Werte zu sehen gewesen. So verlor der Stoxx Euro 600 Technology satte 2,1 Prozent. Für das Barometer der Gesundheitswerte ging es um 3,3 Prozent hinauf. Aktien von Nahrungsmittelproduzenten verteuerten sich im Schnitt um 2,2 Prozent und auch Autotitel sahen einen deutlichen Aufschwung.

Zu den stärkeren Sektoren gehörten auch die Luxuswerte. Die Analysten der UBS machen nach langer Durststrecke Hoffnungsschimmer aus. Der europäische Luxusgütersektor nähere sich nach fast drei Jahren sinkender Gewinnerwartungen offenbar einem positiven Wendepunkt, schrieb Analystin Zuzanna Pusz in einem Branchenausblick.

Die anstehenden Quartalszahlen sollten eine Wachstumsbeschleunigung zeigen, was zusammen mit den immer noch niedrigen Bewertungen das Anlegervertrauen wiederherstellen und die Gewinnschätzungen stabilisieren könnte. Eine selektive Titelauswahl bleibe aber wichtig, da die Erholung sehr unterschiedlich verlaufen sollte. LVMH (plus 3,55 Prozent) und EssilorLuxottica (plus 1,4 Prozent) gehören zu den Favoriten der Expertin.

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