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Da die USA und der Iran eine weitere Gesprächsrunde erwägten, bestehe "die Chance auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Ein Friedensabkommen würde zudem die Straße von Hormuz öffnen, einen für die Weltwirtschaft wichtigen Schifffahrtsweg.
Die Gewinne zogen sich an den Börsen quer durch alle Branchen. Besonders stark gesucht waren Technologiewerte wie Siemens (plus 3,1 Prozent) und ASML (plus 2,9 Prozent) sowie Automobilaktien wie Mercedes-Benz (plus 2,5 Prozent).
Unter den wenigen starken Verlierern fanden sich nach der Meldung von Umsatzzahlen die Aktien des Luxusgüterherstellers LVMH mit einem Minus von 1,6 Prozent. Selbst wenn man die Belastungen durch die Krise im Nahen Osten in Rechnung stelle, sei das erste Quartal doch enttäuschend verlaufen, schrieb Adam Cochrane von der Deutschen Bank. Die wichtige Sparte Mode & Lederwaren sei um zwei Prozent geschrumpft, hier hätten Analysten im Mittel mit einer Stagnation gerechnet.
Nordex-Aktien verloren nach Vorlage von Auftragszahlen 1,5 Prozent. Der deutsche Windanlagenbauer Nordex hat im ersten Quartal weniger Aufträge eingeworben als im Vorjahr. So sank das Neugeschäft ohne Service auf knapp 1,9 Gigawatt, nach knapp 2,2 Gigawatt im Vorjahr.
Stark gesucht waren in Frankfurt die Aktien von Heidelberg Druck und schossen um über 15 Prozent nach oben. Dass sich Brandenburgs Ministerpräsident am Standort Brandenburg an der Havel über den Einstieg ins Drohnenabwehrgeschäft informieren will, belebte die Rüstungsfantasie erneut.
Bereits Mitte März hatten die Aktien von der Ankündigung profitiert, neben dem Kerngeschäft mit Druckmaschinen und angebotenen Auto-Ladeboxen ein weiteres Standbein im Bereich der Drohnenabwehr aufzubauen. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem amerikanisch-israelischen Technologie-Anbieter Ondas Autonomous Systems.
Datenseitig könnten die am Nachmittag anstehenden Zahlen zu den US-Erzeugerpreisen Impulse für die Börsen liefern. Die kriegsbedingt erhöhten Energiepreise dürften hier einen deutlichen Schub verursacht haben, schreiben die Analysten der Helaba. Die Jahresrate könnte damit auf das höchste Niveau seit Anfang 2023 steigen. Aufmerksam verfolgen dürften Marktteilnehmer auch die am Abend angesetzten Reden mehrerer Vertreter der EZB und der US-Notenbank.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND