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Die Entwicklung am Ölmarkt, momentan maßgeblich für die Inflations-und Zinserwartungen, verunsichert die Anleger weiter. Am Mittwoch hatten die Ölpreise wieder deutlich angezogen, nachdem in der Straße von Hormuz erneut ein Frachtschiff unter Beschuss geraten war. Der Iran knüpfte eine mögliche Öffnung in Gesprächen mit den USA an Bedingungen. Am Vormittag kostete ein Fass der Nordseesorte Brent wieder klar mehr als 100 Dollar.
Belastet von den hohen Ölpreisen gaben in einer Branchenbetrachtung die Reisewerte am stärksten nach. Die Papiere von Ryanair verloren 1,6 Prozent an Höhe. TUI verbilligten sich knapp dahinter um 1,5 Prozent. Bei der AUA-Mutter Lufthansa gab es ein Minus von 0,9 Prozent zu sehen.
Deutlich schwächer präsentierten sich auch Titel aus dem Technologiesektor. Hier verloren die SAP-Papiere zwei Prozent. Infineon büßten 1,8 Prozent ein.
Klar abwärts ging es auch für Autowerte. BMW etwa bremsten um 1,7 Prozent. Volkswagen gaben 1,5 Prozent nach.
Zulegen konnten hingegen die Aktien von Nahrungsmittelherstellern. Die Papiere des Bierbrauers Anheuser Busch gewannen 1,3 Prozent. Heineken steigerten sich um 0,8 Prozent.
H&M verbilligten sich nach Zahlenvorlage fast drei Prozent. Der Modehändler ringt weiter mit einer schwachen Umsatzentwicklung, auch wenn der Erlös im dritten Quartal im laufenden Geschäftsjahr erstmals leicht gestiegen ist. Der Inditex-Konkurrent rechnet zudem damit, dass die Folgen des Iran-Kriegs die Einkaufskosten steigern werden. Zudem dürften es mehr Preisnachlässe der Einzelhändler geben, insbesondere wegen Werbeaktionen vor dem sogenannten Black Friday. Im dritten Geschäftsquartal (bis Ende August) ist der Umsatz leicht auf rund 57,2 Milliarden schwedische Kronen (5,1 Mrd Euro) gestiegen.
Schneider Electric legten 0,3 Prozent zu. Der Technologiekonzern steht vor der Übernahme der bulgarischen Shelly Group. Die Franzosen wollen für den Hersteller von intelligenten Elektro-Geräten (smart devices) ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot über 70 Euro je Aktie unterbreiten. Dies einer Bewertung von knapp 1,3 Milliarden Euro. Die Shelly-Papiere kletterten um vier Prozent auf 67,20 Euro hoch.
/ AFP)