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Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,70 Prozent auf 5.692,86 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 0,56 Prozent schwächer bei 23.168,08 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,69 Prozent auf 10.436,29 Einheiten.
Die von Marktbeobachtern als erratisch angesehene Rede an die Nation von US-Präsident Donald Trump sorgte anfänglich für Ernüchterung an den Märkten, nachdem es zur Wochenmitte hinaufgegangen war.
"Während der US-Präsident einerseits das Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen als greifbar nah skizzierte, jonglierte er im nächsten Satz mit Szenarien, die den Iran zurück in die 'Steinzeit' befördern könnten", hieß es in einem Kommentar des Brokers Index-Radar. "Solche rhetorischen Volten sorgen natürlich für Verunsicherung, zumal die Entsendung weiterer Truppen und Flugzeuge eine deutliche Sprache spricht, die eher nach Bodenoffensive als nach diplomatischem Ausklang klingt."
Das Hin und Her der vergangenen Tage setzte sich im Sektorvergleich fort. Am Vortag noch am Ende der Tabelle, waren die Ölwerte nun Spitzenreiter. Sie reagierten damit auf die Ölpreise, die nach Trumps Rede deutlich gestiegen waren. Aktien wie Eni, die um 4,3 Prozent anzogen, setzten so ihren Höhenflug fort. Vergleichsweise stark präsentierten sich auch defensive Branchen wie Nahrung und Getränke sowie die Versorger.
Am Ende der Branchentafel bewegten sich dagegen Aktien aus dem Rohstoffsektor, Banktitel und Technologiewerte. Bei Letzteren standen Halbleitertitel unter Druck. Das Schwergewicht ASML knickte über zwei Prozent ein. "Zum einen drückt die Zinssensitivität auf die Branche und wird von den hohen Energiepreisen beeinflusst", merkte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets, dazu an. "Wesentlicher ist jedoch, dass die Branche auf Produkte aus dem Petrobereich wie spezielle Gassorten angewiesen ist und diese sowohl im Preis steigen als auch aktuell nicht mehr oder nur bedingt zur Verfügung stehen."
Abgaben erlitten auch die Aktien der Fluggesellschaften. Hier ging es mit Air France-KLM um 3,8 Prozent nach unten. Das Unternehmen hatte ein unverbindliches Angebot für eine Minderheitsbeteiligung an Tap Air Portugal eingereicht.