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Aufmerksam verfolgt wird an den Märkten weiter die Entwicklung des Nahost-Konflikts und damit verbunden der Ölpreise. Marktbewegende Wirtschaftsdaten aus der Eurozone werden hingegen am Dienstag nicht erwartet. Daten zur Inflation gab es aber in der Früh aus Großbritannien. Die veröffentlichten Zahlen zeigten ein deutliches Anziehen des Preisdrucks. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 2,9 Prozent und liegen damit deutlich über dem Zielwert der Bank of England von 2,0 Prozent. Im Vormonat hatte die Jahresrate 2,6 Prozent betragen.
Gut gesucht waren angesichts steigender Rohlöl- und Goldpreise Aktien aus der Öl- und Rohstoffbranche. So legten TotalEnergies 1,6 Prozent zu, BP-Aktien stiegen um 1,0 Prozent. Schwach zeigten sich Banken und Versicherer. Unter den größten Euro-Stoxx-50-Verlierern fanden sich etwa Banco Santander und BNP Paribas mit Abgaben von jeweils gut einem Prozent.
Verlust gab es nach schlechten Branchenvorgaben der asiatischen Börsen auch bei Halbleitwerten. Im DAX zählte der Halbleiterkonzern Infineon mit einem Kursrückgang um 1,1 Prozent zu den größten Verlierern. Ähnlich sah es im MDax für die Branchenzulieferer Aixtron und Jenoptik aus, deren Titel 1,5 und 0,9 Prozent einbüßten.
Quartalsergebnisse meldete am Mittwoch DocMorris. Die Online-Apotheke hat nach Zuwächsen im ersten Halbjahr ihre Jahresziele angehoben. Die Aktien von DocMorris büßten trotz der guten Zahlen am Vormittag 5,3 Prozent ein. Zwar habe die Online-Apotheke im ersten Halbjahr einen Schritt in Richtung Profitabilität in der zweiten Jahreshälfte gemacht, schrieb Analyst Martin Comtesse von der US-Bank Jefferies. Er verwies allerdings darauf, dass die außerordentlichen Kosten auf Jahressicht stark gestiegen seien. Grund sei unter anderem eine Restrukturierung im Zusammenhang mit der Nutzung von KI.
Impulse könnte noch die am Abend nach Börsenschluss in Europa anstehende Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle zur vergangenen Zinsentscheidung der US-Notenbank liefern. Die sogenannten "Minutes" könnten Aufschluss über die Diskussionen innerhalb des Offenmarktausschusses der Notenbank liefern, schreiben die Analysten der Helaba.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND