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Neben der höheren Kreditvergabe erzielte die Bank ein Plus von 4,7 Prozent bei den Einlagen, sie stiegen von 241,7 Mrd. auf 253,0 Mrd. Euro. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem eine gute Geschäftsentwicklung in Tschechien, Ungarn und Kroatien.
Der Provisionsüberschuss wiederum erhöhte sich um 8,6 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro. Treiber dafür war nach Angaben der Bank das Wachstum in den Bereichen Zahlungsverkehr sowie Wertpapier- und Versicherungsdienstleistungen, unter anderem dank der Einführung von "George Invest" in Österreich und Tschechien. Mit der Plattform will die Bank speziell jüngere Anlegerinnen und Anleger ansprechen.
Bankchef Peter Bosek war mit den Zahlen zufrieden. "Unser Ergebnis 2025 zeigt, welche Kraft in unserer Region steckt. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns über den erfolgreichen Abschluss der Akquisition in Polen, die unsere Marktstellung in der Region auf ein neues Niveau hebt. Sie ist ein Meilenstein für unsere Gruppe und wurde nur durch die starke Performance in all unseren Märkten möglich", so der Manager laut Aussendung.
Um insgesamt 7 Mrd. Euro hatte die Erste Group zuletzt einen beherrschenden 49-Prozent-Anteil an der Santander Bank Polska und einen 50-Prozent-Anteil an der Santander TFI erworben. Es handelt sich um eine der größten grenzüberschreitenden Bankentransaktionen in Europa der vergangenen Jahre. Im Zuge eines Rebrandings soll die Bank noch im zweiten Quartal 2026 zur "Erste Bank Polska" werden.
Der Eintritt in Polen eröffne den Zugang zum größten Markt der Region und damit große Wachstumsmöglichkeiten. Dementsprechend optimistisch ist die Bank auch für das Geschäftsjahr 2026: Das Kreditvolumen der Gruppe soll unter Einbeziehung von Polen die Marke von 285 Mrd. Euro übersteigen. Für den Zinsüberschuss peilt das Management mehr als 11 Mrd. Euro und für den Provisionsüberschuss etwa 4 Mrd. Euro an. Der ausgewiesene Nettogewinn der Erste Group wird mit etwas unter 4 Mrd. Euro prognostiziert.
Die Erstkonsolidierung der Bank in Polen in die Erste Group erfolgt mit den Zahlen zum ersten Quartal 2026. Aber auch ohne Berücksichtigung des Ergebnisbeitrags aus Polen rechnet die Bankengruppe mit höherem Kreditwachstum und steigendem Zins- bzw. Provisionsüberschuss.
Da die Finanzierung der Übernahme vollständig aus Eigenmitteln erfolgte und dafür Gewinne einbehalten wurden, werden sich die Aktionäre für das Geschäftsjahr 2025 mit einer geringeren Dividende abfinden müssen. Der Vorstand will der Hauptversammlung eine Zahlung von 0,75 Euro je Aktie vorschlagen, 2024 waren es noch 3,00 Euro je Aktie gewesen.
Das Logo der "Erste Bank" an einer Filiale in Wien, fotografiert am Montag, 1. August 2022. Die Erste Group stellt heute das Ergebnis für das 1. Halbjahr vor.