Erste Group dank Polen-Zukaufs mit höherem Gewinn

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Gewinn stieg fast um ein Fünftel
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Die Erste Group hat nach der erstmaligen Konsolidierung der Erste Bank Polska einen höheren Gewinn geschrieben. Unterm Strich stand im ersten Quartal 2026 ein Periodenergebnis von 879 Mio. Euro, das sind um gut 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Zinsüberschuss stieg um mehr als 40 Prozent auf rund 2,6 Mrd. Euro, der Provisionsüberschuss erhöhte sich um rund 23 Prozent auf 965 Mio. Euro, teilte das Geldhaus am Donnerstag mit.

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Die prozentuell hohen Anstiege begründen sich allen voran damit, dass nun die unlängst in Polen übernommene Santander Bank Polska - mittlerweile Erste Bank Polska - in die Bücher der Konzernmutter konsolidiert wurde. Einen Sprung machte damit auch das Kreditvolumen, das um 18,8 Prozent auf 275,6 Mrd. Euro kletterte. Die Erste Bank Polska trug dazu auf Gruppenebene 40,1 Mrd. Euro bei.

Allerdings sei auch das laufende Kreditgeschäft in den bisherigen Märkten seit Jahresbeginn um 1,5 Prozent gestiegen, wobei vor allem die Nachfrage in Tschechien und Ungarn stark gewesen sei. "Insgesamt ist die Erste Group damit auf Kurs, ihr Jahresziel eines Kreditvolumens von mehr als 285 Milliarden Euro zu erreichen", schrieb die Bank in einer Aussendung.

Aufseiten der Einlagen wiederum brachte die Erste Bank Polska zusätzliche 53,8 Mrd. Euro, das Einlagevolumen der Gruppe vergrößerte sich somit um 24,4 Prozent auf 314,8 Mrd. Euro. Ohne Erste Bank Polska seien die Einlagen seit Jahresbeginn um 3,2 Prozent gewachsen.

Das Rebranding in Polen, das für das zweite Quartal in Aussicht genommen wurde, ist mittlerweile ebenso erfolgt. Damit würden sich den rund 6 Millionen Kunden nun 534 Filialen und sonstige Geschäftsstellen, 1.367 Bankomaten sowie 26 Karten mit dem neuen Erste Logo und im neuen Design präsentieren.

"Die Kombination aus führenden Marktpositionen in Zentraleuropa und einer starken Präsenz in Polen ist einzigartig und verleiht der Erste Group eine besondere strategische Rolle im europäischen Bankenmarkt. Damit sind wir optimal positioniert, um in einem Umfeld zunehmend regionaler Wertschöpfungsketten Handel und Investitionen zu finanzieren", kommentierte Erste-Group-CEO Peter Bosek die Geschäftsentwicklung.

Als stabil erwies sich der Anteil notleidender Kredite (NPL), der bei 2,4 Prozent verharrte. Das bereinigte gesamte Eigenkapital erhöhte sich indes von 31,2 Mrd. auf 36,8 Mrd. Euro. Zum Ausblick hieß es, dass das Management im Gesamtjahr 2026 insgesamt einen Zinsüberschuss von mehr als 11 Mrd. Euro, einen Provisionsüberschuss von etwa 4 Mrd. Euro sowie einen ausgewiesenen Nettogewinn von etwas unter 4 Mrd. Euro erwarte.

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