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Positiv entwickelten sich die Umsatzerlöse bei den Büroimmobilien mit einem Plus von 8 Prozent auf 14,3 Mio. Euro. Dafür verzeichnete der österreichische Immobilienentwickler bei den Umsätzen für die zwei Hotels in Darmstadt und Warschau sowie für Development und Service Rückgänge um jeweils 26 Prozent auf 4,5 Mio. Euro bzw. auf 1,7 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) des Immobilienentwicklers drehte trotzdem von minus 8,54 Mio. Euro auf 4,59 Mio. Euro.
"Das Jahr 2025 war für die Immobilienbranche ein Jahr der vorsichtigen Erholung: Sinkende Zinsen und eine sich normalisierende Inflation schufen günstigere Rahmenbedingungen als in den Vorjahren - wenngleich geopolitische Unsicherheiten weiterhin herausfordernd waren und bleiben", kommentierte Warimpex-CEO Franz Jurkowitsch die Zahlen. "Unser Kernmarkt Polen zeigt sich in diesem Umfeld weiterhin robust." Das Wirtschaftswachstum liege über dem EU-Durchschnitt, bei den Projektentwicklungen und Neuvermietungen sei man im Plan.
Der Immobilienentwickler ist nach dem Rückzug aus dem russischen Markt vor zwei Jahren derzeit in Deutschland, Polen und Ungarn aktiv. Warimpex verfügt über fünf Büroimmobilien in Polen sowie einen Bürokomplex in Ungarn. Hinzu kommen ein ibis-Hotel in Darmstadt sowie das Hotel InterContinental in Warschau. Nach einem Managementwechsel und einem Rebranding zu ibis-Styles erhofft sich Warimpex beim ibis-Hotel in Darmstadt heuer eine Stabilisierung der Umsätze. Das gemeinsam mit der UBM entwickelte Hotel InterContinental - mittlerweile verkauft und zurückgepachtet - entwickle sich gut, so Jurkowitsch.
Bei den Büroimmobilien in Polen werden die Neuvermietungen vom Vorjahr heuer schlagend, sagte Warimpex-CEO Franz Jurkowitsch im Gespräch mit der APA. So werde das Mogilska 35 Office in Krakau als vollständig vermietete Büroimmobilie heuer spürbar zum Ergebnis beitragen. Derzeit hat das Unternehmen in Krakau das Chopin Co-Living/ Office Project in der Pipeline. "Es gibt immer mehr Unternehmen, die nur für ein, zwei oder drei Jahre mieten wollen", so Jurkowitsch. Für diese Klientel biete die Warimpex über eine Tochtergesellschaft in Krakau und Lodz flexible Büros und Cowork-Büros an.
Als wirtschaftlich interessant stuft die Warimpex derzeit in Polen Wohnprojekte ein. Heuer im März wurde in Krakau auf 8.000 Quadratmeter mit dem Bau des ersten Wohnprojekts der Warimpex in Polen, dem MOG31 mit 145 Wohnungen, begonnen. Es soll Mitte 2028 fertiggestellt werden.
Darüber hinaus verfügt die Warimpex in Polen noch über zwei weitere Grundstücke, die für gewerbliche Nutzung gewidmet sind. Im zweiten Halbjahr ist mit Details zu den Projekten für gewerbliches Wohnen, etwa Mikro-Appartements, zu rechnen, merkte Jurkowitsch an. In Deutschland hat die Warimpex noch das Bürogebäude West Yard 29 in Darmstadt als Projekt laufen und verfügt dort über 80.000 Quadratmeter zur gewerblichen Nutzung.
In Ungarn hat die Warimpex derzeit mit den Ezsébet Offices einen Bürokomplex mit zwei getrennten Gebäuden. Ungarn sei für den Immobilienentwickler durchaus interessant. Nach der Wende 1989 war die Warimpex in Ungarn Schnellstarter, merkte Jurkowitsch an. In den vergangenen Jahren waren ausländische Firmen in Ungarn jedoch weniger aktiv. Dies könne sich mit der neuen Regierung ändern. Daher könnte der Immobilienentwickler seine Präsenz in Ungarn wieder ausbauen, passende Gelegenheiten vorausgesetzt.
Für heuer rechnet Jurkowitsch jedenfalls mit einem positiven Betriebsergebnis. Ob sich unter dem Strich ein positives Ergebnis ausgehen wird, sei noch offen. In der Vermietung habe man aufgeholt. Es hänge aber auch von der Zinsentwicklung und der Bewertung der Immobilien ab, so der Warimpex-CEO.