AMAG im ersten Quartal mit Steigerung bei Umsatz und Gewinn

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
AMAG erwartet weiter eine positive Entwicklung
 © Barbara Gindl, Themenbild, Apa
©Barbara Gindl, Themenbild, Apa
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Der oberösterreichische, börsennotierte Aluminiumkonzern AMAG (Austria Metall AG) hat im ersten Quartal 2026 eine klare Gewinnsteigerung erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte im Jahresvergleich um 23,9 Prozent auf 57,1 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 26,5 Mio. Euro - ein Plus von 63,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 16,2 Mio. Euro. Der Umsatz legte leicht um 0,6 Prozent auf 403,8 Mio. Euro zu.

von

Die AMAG profitierte laut Mitteilung im Segment Metall von gestiegenen Aluminiumpreisen sowie von einem höheren Absatz im Segment Walzen. Am Standort Ranshofen konnten "kurzfristige Marktchancen" im Automobilbereich genutzt werden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag mit einem Minus von 8,4 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau (Q1/2025: 51,1 Mio. Euro). Die AMAG führt das auf die höhere Kapitalbindung durch gestiegene Aluminiumpreise sowie auf den erforderlichen Bestandsaufbau infolge des erhöhten Auftragseingangs zurück. Der Free Cashflow lag bei minus 19,7 Mio. Euro (Q1/2025: 34,4 Mio. Euro).

Das Segment Metall erzielte ein operatives Ergebnis von 31,8 Mio. Euro (Q1/2025: 20,6 Mio. Euro). Dabei profitierte die AMAG mit ihrer Beteiligung in Kanada von "attraktiven Aluminium- und Tonerdepreisen". Im Segment Walzen legte das EBITDA auf 25,4 Mio. Euro zu (Q1/2025: 24,4 Mio. Euro). Auch im Segment Gießen gab es eine Steigerung - das EBITDA stieg auf 1,3 Mio. Euro (Q1/2025: 0,9 Mio. Euro).

Laut AMAG-Vorstandsvorsitzendem (CEO) Helmut Kaufmann erwies sich das Unternehmen "zum wiederholten Male auch in einem herausfordernden und volatilen Umfeld als verlässliches Unternehmen". Kaufmann wird als CEO und Technikvorstand (COO) vom derzeitigen Vertriebsvorstand (CSO) Victor Breguncci per 1. Mai als CEO abgelöst. Daher merkte er an: "Persönlich freut es mich sehr, mich mit einem so starken Quartalsergebnis als CEO in den Ruhestand zu begeben und zuversichtlich auf die Entwicklung des Restjahres blicken zu können."

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die AMAG-Gruppe eine EBITDA-Bandbreite von 150 bis 180 Mio. Euro. Das globale wirtschaftliche Umfeld sei infolge des Iran-Krieges und der damit verbundenen stark gestiegenen Energiepreise von erhöhten Unsicherheiten geprägt, hieß es. Die US-Handelspolitik und bestehende Einfuhrzölle auf Aluminiumprodukte würden weiterhin Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Gruppe nehmen.

Im Segment Metall werden eine hohe Auslastung der Produktionskapazitäten sowie attraktive Marktpreise für sehr gute Voraussetzungen sorgen, hieß es weiter. Eine bessere Geschäftsentwicklung werde im Segment Gießen erwartet. Für das Segment Walzen bestätige die positive Auftragsentwicklung den erwarteten Absatzanstieg an Aluminiumwalzprodukten im Jahr 2026.

Über die Autoren

Logo
trend. Abo

Holen Sie sich trend. jetzt im bequemen Jahresabo!