Eni baut Gasförderung in Libyen massiv aus

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Eni treibt Rückkehr nach Libyen voran
 © AFP, ANDREAS SOLARO, Apa
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Der italienische Energiekonzern Eni treibt seine Rückkehr nach Libyen mit milliardenschweren Investitionen voran. Noch in diesem Jahr soll das erste von drei neuen Projekten zur Gasförderung anlaufen. Insgesamt will das Unternehmen bis 2028 rund zehn Milliarden Euro investieren.

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Kernstück der ersten Ausbauphase ist das Projekt "Bouri Gas Utilisation Project" (GUP), das gemeinsam mit dem libyschen Unternehmen National Oil Corporation über das Gemeinschaftsunternehmen Mellitah Oil & Gas entwickelt wird. Dafür wurde in der norditalienischen Adria-Hafenstadt Ravenna ein 5.200 Tonnen schweres und 45 Meter hohes Gasmodul gebaut, das nun vor die libysche Küste transportiert wird.

Die Anlage soll Gas auffangen und komprimieren, das bei der Erdölförderung bisher verloren ging. Installiert wird das Modul rund 170 Kilometer vor der libyschen Küste. Laut Eni soll das Projekt jährlich mehr als 700 Millionen Kubikmeter zusätzliches Gas liefern.

Ein weiteres Projekt betrifft die Offshore-Plattform Sabratha am Gasfeld Bahr Essalam. Dort soll ein neuer Kompressor installiert werden, der weitere 800 Mio. Kubikmeter Gas pro Jahr liefern soll. Dafür sind Investitionen von 8,5 Mrd. Euro vorgesehen. Bis 2028 sollen damit jährlich mehr als sieben Mrd. Kubikmeter zusätzliches Gas gefördert werden.

Insgesamt rechnet Eni pro Jahr mit fast neun Milliarden Kubikmetern zusätzlichem Gas aus Libyen. Ein Teil soll den lokalen Markt versorgen, ein anderer nach Italien exportiert werden. Die Lieferungen erfolgen über die Greenstream-Pipeline, die von Mellitah nach Gela auf Sizilien führt. Die Leitung verfügt über eine Kapazität von zwölf Milliarden Kubikmetern jährlich und ist derzeit deutlich unterausgelastet.

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