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"Die deutsche Wirtschaft startet offenbar einen Jahresendspurt, vor allem weil die Industrie nach Jahren der Schwäche endlich wieder Tritt fasst", sagte DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik. "Von einem breiten Aufschwung sind wir aber noch ein gutes Stück entfernt." Getragen werde der Anstieg vor allem von der Industrie. Die privaten Haushalte hielten sich angesichts hoher Preise und eines schwachen Arbeitsmarkts weiter zurück.
Das Umfeld bleibt nach Ansicht des DIW schwierig. Als größten Unsicherheitsfaktor sehen die Forscherinnen und Forscher die Energiepreise. Solange im Nahen Osten die Lage in der Straße von Hormus angespannt sei, stehe jede Erholung unter Vorbehalt.
In der Industrie verdichteten sich die Anzeichen, dass die lange Schwächephase überwunden werde. "Die Industrie profitiert derzeit vor allem von den Verteidigungs- und Infrastrukturaufträgen des Staates", sagte DIW-Expertin Laura Pagenhardt. Damit daraus ein nachhaltiger Aufschwung werde, müssten nun auch die privaten Investitionen anspringen.
Bei den Dienstleistungen und den privaten Haushalten fällt das Bild laut DIW dagegen gemischt aus. "Nach einem voraussichtlich schwachen dritten Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung zum Jahresende wieder spürbar zulegen, getragen vor allem von öffentlichen Investitionen und der Industrie", hieß es. "Der Aufschwung steht damit bislang aber nur auf einem Bein - dem Staat."