DIW erwartet Jahresendspurt der deutschen Wirtschaft

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Es sollt wieder aufwärts gehen
 © DPA, Soeren Stache, Apa
©DPA, Soeren Stache, Apa
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die deutsche Wirtschaft dürfte nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zum Jahresende spürbar zulegen. Das DIW-Konjunkturbarometer sprang im Oktober um 5,6 auf 101,5 Zähler hoch und liegt damit erstmals seit Februar wieder über der 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum anzeigt, wie die Berliner Ökonomen am Mittwoch mitteilten.

von

"Die deutsche Wirtschaft startet offenbar einen Jahresendspurt, vor allem weil die Industrie nach Jahren der Schwäche endlich wieder Tritt fasst", sagte DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik. "Von einem breiten Aufschwung sind wir aber noch ein gutes Stück entfernt." Getragen werde der Anstieg vor allem von der Industrie. Die privaten Haushalte hielten sich angesichts hoher Preise und eines schwachen Arbeitsmarkts weiter zurück.

Das Umfeld bleibt nach Ansicht des DIW schwierig. Als größten Unsicherheitsfaktor sehen die Forscherinnen und Forscher die Energiepreise. Solange im Nahen Osten die Lage in der Straße von Hormus angespannt sei, stehe jede Erholung unter Vorbehalt.

In der Industrie verdichteten sich die Anzeichen, dass die lange Schwächephase überwunden werde. "Die Industrie profitiert derzeit vor allem von den Verteidigungs- und Infrastrukturaufträgen des Staates", sagte DIW-Expertin Laura Pagenhardt. Damit daraus ein nachhaltiger Aufschwung werde, müssten nun auch die privaten Investitionen anspringen.

Bei den Dienstleistungen und den privaten Haushalten fällt das Bild laut DIW dagegen gemischt aus. "Nach einem voraussichtlich schwachen dritten Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung zum Jahresende wieder spürbar zulegen, getragen vor allem von öffentlichen Investitionen und der Industrie", hieß es. "Der Aufschwung steht damit bislang aber nur auf einem Bein - dem Staat."

Über die Autoren

Logo
trend. Newsletter

Die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages