Deutschland will bei Rheinmetall Kamikazedrohnen bestellen

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Auftrag im Wert von knapp 300 Millionen Euro in Aussicht
 © DPA, Henning Kaiser, Apa
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Nach Großaufträgen zur Drohnenproduktion für die beiden Rüstungs-Startups Helsing und Stark Defence könnte auch der Konzern Rheinmetall einem Medienbericht zufolge bald Kamikazedrohnen für die deutsche Bundeswehr produzieren. Wie der "Spiegel" am Dienstag berichtete, bat das deutsche Bundesverteidigungsministerium den Haushaltsausschuss in dieser Woche, ein weiteres Projekt zur Beschaffung sogenannter Loitering Munition von Rheinmetall zu billigen.

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Im Februar hatte der Bundestag bereits grünes Licht für die Anschaffung bei Helsing und Stark Defence gegeben. Bei Loitering Munition handelt es sich um unbemannte Flugkörper, die über ihrem Ziel "lauern", bis sie den Befehl zum Angriff bekommen. Dann werfen sie entweder eine Sprengladung ab oder stürzen sich selbst auf ihr Zielobjekt. Im Militärjargon werden sie daher auch als "Kamikazedrohnen" bezeichnet.

Eine entsprechende 25-Millionen-Euro-Vorlage wurde den Parlamentariern den "Spiegel"-Informationen zufolge bereits zugeleitet. Es wird erwartet, dass die Anschaffung im Haushaltsausschuss gebilligt wird. Die Kamikazedrohnen von Rheinmetall sind laut dem Verteidigungsministerium aufgrund ihrer optischen Sensoren eine sinnvolle Ergänzung für die Drohnen von Helsing und Stark.

Rheinmetall soll dem "Spiegel" zufolge zunächst einen Auftrag im Wert von knapp 300 Millionen Euro erhalten. Das Unternehmen soll zunächst Bodenstationen und Flugkörper liefern sowie Anleitungen und Simulatoren, außerdem soll Rheinmetall anfänglich die Ausbildung übernehmen. Insgesamt will das Verteidigungsministerium mit Rheinmetall einen Vertrag über rund 2,39 Milliarden Euro schließen.

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