Deutliche Abschläge an der Wall Street

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
4 min
5. Verlustwoche in Folge an der Wall Street
 © GETTY IMAGES NORTH AMERICA, SPENCER PLATT, Apa
©GETTY IMAGES NORTH AMERICA, SPENCER PLATT, Apa
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die US-Aktienmärkte haben am Freitag ihre Talfahrt fortgesetzt. Der anhaltende Iran-Krieg und die weiter steigenden Ölpreise mahnen die Anleger zur Vorsicht. Auf die Stimmung drückte auch Chinas Entscheidung, vor dem erwarteten Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Präsident Xi Jinping eine Handelsuntersuchung gegen die USA einzuleiten.

von

Der Leitindex Dow Jones Industrial weitete seine anfänglichen Verluste aus und schloss deutliche 1,73 Prozent tiefer bei 45.166,64 Punkten. Ähnlich sah es bei den anderen Indizes aus. Der marktbreite S&P 500 sank um 1,67 Prozent auf 6.368,85 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq Composite ging es um 2,15 Prozent auf 20.948,36 Punkte bergab. Damit verbuchten Dow und Nasdaq trotz der zwischenzeitlichen Erholung am Montag und Mittwoch Wochenverluste von 0,9 und 3,2 Prozent - es war bereits die fünfte negative Woche in Folge.

Am Persischen Golf ist weiterhin keine Entspannung in Sicht. Eine paramilitärische iranische Miliz verwehrte drei Containerschiffen die Fahrt durch die Straße von Hormuz. Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump sein Ultimatum für eine Wiedereröffnung der Meerenge ein weiteres Mal verlängert. Er verschob die angekündigten Angriffe auf Irans Energieinfrastruktur um weitere zehn Tage auf den 6. April. US-Außenminister Marco Rubio geht davon aus, dass die USA ihre Kriegsziele auch ohne den Einsatz von Bodentruppen erreichen werden.

Der Verteidigungsminister des US-Bündnispartners Israel kündigte eine Ausweitung der israelischen Angriffe im Iran an. Als Grund nannte er den andauernden Raketenbeschuss aus dem Land auf Israel. Die Verlängerung des US-Ultimatums an den Iran zur Freigabe der Straße von Hormuz mindere die Risiken nicht, und das sei an den Märkten spürbar, sagte Stephen Innes von SPI Asset Management.

China reagierte mit zwei Untersuchungen gegen die USA auf entsprechende Schritte der USA vor zwei Wochen. Das Handelsministerium in Peking teilte mit, die Verfahren richteten sich gegen US-Praktiken, die den Absatz chinesischer Waren in den USA behinderten. Der Handelsstreit zwischen beiden Ländern läuft seit Jahren, hatte sich nach einem Treffen von Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping im vergangenen Oktober aber vorerst etwas beruhigt.

Die Aktien der Ölriesen Exxon Mobil und Chevron reagierten mit Kursgewinnen von 3,3 und 1,6 Prozent auf die weiter steigenden Ölpreise.

Ansonsten standen an den New Yorker Börsen vor dem Wochenende Titel aus der zweiten Reihe im Fokus. Unity Software sprangen um fast 14 Prozent nach oben. Das Unternehmen hatte unerwartet gute vorläufige Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal bekanntgegeben.

Die Titel von Argan Inc schossen sogar um rund 37 Prozent in die Höhe, nachdem der Kraftwerksbauer bei Umsatz und Gewinn je Aktie im vergangenen Quartal die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen hatte.

Die Anteilsscheine von Rocket Pharmaceuticals sackten indes trotz positiver Nachrichten um fast 20 Prozent ab. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte dem Medikament Kresladi des Arzneimittelentwicklers die Marktzulassung. Kresladi wird für die Behandlung einer seltenen Erkrankung der weißen Blutkörperchen bei Kindern eingesetzt.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT

Über die Autoren

Logo
trend. Abo

Holen Sie sich trend. jetzt im bequemen Jahresabo!