CSG sichert sich Zugriff auf 20 Prozent an Alzchem

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Der tschechische Rüstungskonzern Czechoslovak Group (CSG) baut seinen Einfluss beim deutschen Spezialchemie-Unternehmen Alzchem deutlich aus. Über direkte Beteiligungen und Finanzinstrumente habe sich CSG den Zugriff auf gut 20 Prozent der Stimmrechte gesichert, teilte Alzchem am Dienstag mit. CSG habe bekräftigt, ein langfristig orientierter Investor zu sein. An der Unternehmensstrategie sowie der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat ändere sich durch den Schritt nichts.

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Konkret hält die CSG-Tochter Staluna Trade nun 9,9 Prozent der direkten Stimmrechte. Hinzu kommen sogenannte Total Return Swaps mit Barausgleich, die sich auf rund 10,2 Prozent der Anteile beziehen und bis Mai 2027 laufen. Diese Finanzinstrumente vermitteln zwar keine direkten Stimmrechte, sichern dem Inhaber aber die wirtschaftliche Beteiligung an der Kursentwicklung. Alzchem-Aktien stiegen im frühen Handel um fast zwei Prozent.

Die Tschechen waren im August 2025 mit einem Anteil von 9,2 Prozent bei dem im oberbayerischen Trostberg ansässigen Unternehmen eingestiegen. Damals hatte der bisherige Großaktionär Peter Löw sein Paket halbiert und Anteile an CSG veräußert. Das Interesse des Rüstungskonzerns an Alzchem dürfte vor allem militärischer Natur sein: Die Bayern produzieren neben Dünger und Nahrungsergänzungsmitteln auch Nitroguanidin, das als Sprengstoff für Airbags und für militärische Anwendungen verwendet wird. Die Produktion in Trostberg wird derzeit ausgebaut.

CSG gehört dem Unternehmer Michal Strnad und ist auf Expansionskurs. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr bereits den Industriepark Walsrode in Niedersachsen übernommen und besitzt unter anderem den Nutzfahrzeughersteller Tatra sowie Munitionshersteller in Europa und den USA.

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