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In Wildon soll die jährliche Produktionskapazität für recyceltes Polyethylen um bis zu 5 Kilotonnen erweitert werden. Die zusätzlichen Kapazitäten sollen im vierten Quartal 2027 zur Verfügung stehen. Am Standort Niedergebra in Thüringen soll die Kapazität für recycelte Misch-Polyolefine um knapp 9 Kilotonnen erhöht werden und im ersten Quartal 2027 verfügbar sein.
Mit den Investitionen reagiere das Unternehmen auf die wachsende Kundennachfrage in Europa nach mechanisch recycelten Polyolefinen. Borouge verwies dabei auch auf regulatorische Entwicklungen wie die EU-Verpackungsverordnung PPWR. "Kreislaufmaterialien sind in Europa und weltweit eine strategische Ressource", so Dirk Langhammer, der bei Borouge für Kreislauflösungen zuständig ist. Sie trügen nicht nur dazu bei, Nachhaltigkeits- und Regulierungsanforderungen zu erfüllen, sondern stärkten auch die Wettbewerbsfähigkeit und die Resilienz von Lieferketten.
Borouge International ist 2026 durch den Zusammenschluss der OMV-Tochter Borealis mit Borouge Plc und Nova Chemicals entstanden. Zu den Eigentümern zählen das Investmentvehikel XRG des staatlichen Ölkonzerns ADNOC aus Abu Dhabi - ein Kernaktionär der OMV - sowie die österreichische OMV. Neben dem Hauptsitz in Österreich betreibt das Unternehmen eine regionale Zentrale in Abu Dhabi sowie Standorte in Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum.