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Preisjäger befänden sich auf der Pirsch und sorgten für einen temporären Stimmungswechsel, sagte Experte Timo Emden von Emden Research. Die aktuelle Erholung füge sich in das Gesamtbild eines "Crashs auf Raten" ein, bei dem scharfe Abverkäufe und technische Gegenbewegungen einander abwechselten, ohne dass die strukturellen Unsicherheiten bereits ausgeräumt wären.
In Sicherheit wiegen sollten sich Anleger allerdings weiterhin nicht, warnte Emden. Für einen glaubwürdigen Stimmungsumschwung bedürfe es nun mehr als Hoffnung. Gefordert seien belastbare Signale, dass der Markt diesen Einschnitt tatsächlich verarbeiten könne.
Ende Jänner hatte beim Bitcoin eine Talfahrt eingesetzt, bei der sein Kurs um bis zu 30.000 Dollar sank. Nach Einschätzung des Analysten Jonathan Osswald von der DZ Bank war für die Talfahrt kein einzelnes Ereignis ausschlaggebend. Vielmehr habe das Zusammenspiel mehrerer Faktoren für Verkaufsdruck gesorgt, darunter die mangelnde Nachfrage von großen institutionellen Investoren. Darüber hinaus habe eine allgemeine Unsicherheit der Anleger und die Hebelwirkung von Derivate-Geschäften die Talfahrt des Bitcoin beschleunigt.
Seit dem Rekordhoch im vergangenen Oktober bei etwa 126.000 Dollar hat sich der Wert des Bitcoin vorübergehend halbiert. Am Donnerstag war der Kurs um über 13 Prozent eingebrochen, was nach Daten der Finanznachrichtenagentur Bloomberg dem größten Tagesverlust seit November 2022 entspricht. Ähnlich extreme Kursbewegungen hat es in der Geschichte des Bitcoin mehrfach gegeben. Sie machen die hohen Risiken deutlich, die mit dem Kauf von Kryptowährungen verbunden sind.
This photo illustration shows a physical representation of a bitcoin in Hong Kong on April 16, 2024. In April miners of bitcoin will face a halving of the reward for operating the most popular cryptocurrency, in a pivotal event that is a test of survival, industry commentators say. (Photo by DALE DE LA REY / AFP)