
von
Neben dem Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, und dem Ex-Notenbankdirektor Kevin Warsh hatten auch Fed-Direktor Christopher Waller und der BlackRock-Manager Rick Rieder im Weißen Haus als Kandidaten für den Top-Job bei der Fed vorgesprochen. Vielleicht schon in der letzten Januarwoche könne Trump seine Entscheidung bekanntgeben, hatte Bessent jüngst wissen lassen.
Der US-Präsident hat erklärt, dass Amtsinhaber Jerome Powells Nachfolger seiner Linie folgen müsse. Er wolle, dass der Neue die Zinsen senke, wenn es dem Markt gut gehe. Die Inflation werde sich selbst regeln. Die Fed hatte den Leitzins im Dezember auf die Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt. Sie begründete dies mit Schwächesignalen vom Arbeitsmarkt und deutete zudem eine Pause ihres Lockerungskurses an.
An den Finanzmärkten wird erwartet, dass die Währungshüter bei ihrem Zinsentscheid am Abend (20.00 Uhr MEZ) die Zinsen unverändert lassen. Mit Spannung richten sich die Blicke auf die Pressekonferenz von Fed-Chef Powell. Dieser ist ins Visier der US-Justiz geraten und sieht darin einen Vorwand, ihn zinspolitisch unter Druck zu setzen. Powells Amtszeit an der Spitze der Zentralbank endet im Mai. Ob er danach als einfaches Direktoriumsmitglied im Fed-Führungsgremium bleibt, hat er offen gelassen.