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Die BAWAG will wie berichtet die irische PTSB um 1,6 Mrd. Euro übernehmen. Die Bank hat sich bereits 57,5 Prozent der PTSB-Anteile, die das irische Finanzministerium hält, gesichert. Bei der Hauptversammlung des irischen Instituts am 30. Juli braucht es insgesamt 75 Prozent Zustimmung der anwesenden Aktionäre, um es komplett übernehmen zu können. Danach müssen noch die Aufsichtsbehörden grünes Licht geben. Finanzvorstand Enver Sirucic wollte sich bei einem Mediengespräch am Dienstagvormittag nicht zur anstehenden Hauptversammlung in Irland äußern.
"Wir sind unverändert von der strategischen Attraktivität der geplanten Übernahme von PTSB überzeugt, die einen wesentlichen Schritt in unserem langfristigen Bekenntnis zum irischen Markt darstellt", wurde BAWAG-Chef Anas Abuzaakouk in einer Aussendung am Dienstag zitiert. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren, man stehe im ständigen Austausch mit Behörden und relevanten Stakeholdern, so der CEO weiter. Läuft alles nach Plan, soll die Übernahme im vierten Quartal 2026 oder im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein.
Finanziert werden soll die Übernahme vollständig aus Eigenmitteln, wobei sich die BAWAG mit der "Kapitalgenerierung im ersten Halbjahr" sowie einer CET1-Quote von 17,4 Prozent zum Ende des zweiten Quartals "gut positioniert" sieht. Die Kennzahl misst die finanzielle Stabilität und Kapitalausstattung einer Bank. Wesentlich sei, dass die BAWAG die Marke von 17 Prozent überschritten habe, da damit die nötige Kapitalbasis für den Zukauf gesichert sei, so Sirucic.
Außerdem wurde die Dividendenpolitik eingeschränkt, der Gewinn des ersten Halbjahres soll nicht ausgeschüttet werden. Den Ausblick für das Gesamtjahr mit einem angestrebten Nettogewinn von über 960 Mio. Euro bestätigte die Bank.