Baustoffkonzern Wienerberger kappt erneut die Prognose

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Saisonaler Aufschwung schwächer als erwartet
 © HERBERT NEUBAUER, Apa
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Der Baustoffkonzern Wienerberger senkt wegen der schleppenden Baukonjunktur erneut seine Ergebnisprognose. Im dritten Quartal sei der saisonale Aufschwung der Bautätigkeit nach der Sommerpause im September weniger ausgeprägt ausgefallen als erwartet, teilte der Ziegelhersteller am Dienstag mit. Für das Geschäftsjahr 2026 werde nun ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 640 bis 650 Mio. Euro erwartet.

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Erst im Juli hatte das Management seine Ergebnisprognose auf rund 700 Mio. Euro gesenkt, nachdem ursprünglich ein EBITDA von über 800 Mio. Euro angepeilt worden war. Die schwache Entwicklung im Neubaugeschäft, insbesondere in den USA, Kanada und Großbritannien, setzt dem Konzern zu.

Für das dritte Quartal rechnet Wienerberger bei einem Umsatz von rund 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro mit einem EBITDA von etwa 170 bis 180 Mio. Euro. Damit wurden die Markterwartungen verfehlt. Der Analystenkonsens lag laut Raiffeisen Research bei einem Umsatz von 1,33 Mrd. Euro und einem EBITDA von 200 Millionen Euro. Die Erste Group hatte sogar ein operatives Ergebnis von 212 Mio. Euro prognostiziert. Der in Aussicht gestellte Quartalsgewinn entspreche einem Rückgang von rund 13 Prozent im Jahresvergleich, rechneten die Analysten der Erste Group vor. Die Aktien des Konzerns büßten am Dienstag im Frühhandel rund 2,6 Prozent an Wert ein.

"Um die Rentabilität von Wienerberger zu stärken, die Verschuldung im Hinblick auf unser Ziel der finanziellen Disziplin zu senken und die Kapitalrendite zu steigern, haben wir die Beschleunigung und Intensivierung der laufenden Maßnahmen zur Kostenoptimierung eingeleitet", erklärte Interimschef Gerhard Hanke. Mitte August hatte der langjährige Chef Heimo Scheuch aus gesundheitlichen Gründen seine Ämter niedergelegt. Hanke soll Wienerberger nun führen, bis ein dauerhafter Nachfolger gefunden ist.

Den Analysten zufolge stehen neben einer Verschärfung des Sparkurses auch strukturelle Maßnahmen bis hin zu möglichen Portfolioentscheidungen auf dem Prüfstand. Die Erste Group verwies zudem auf wachsende Sorgen über die Verschuldung und erklärte, der Tiefpunkt bei den Erträgen sei wohl noch nicht erreicht. Wienerberger will die Zahlen für das dritte Quartal am 12. November vorlegen.

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