BaFin warnt vor plötzlichen Marktkorrekturen

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++ ARCHIVBILD ++ BaFin sieht global viele Unwägbarkeiten
 © APA/APA/dpa/Boris Roessler
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Die deutsche Finanzaufsicht BaFin warnt angesichts von Rekordständen an den Börsen vor der Gefahr plötzlicher Marktkorrekturen. Die Lage an den Finanzmärkten bleibe fragil und unsicher, teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Mittwoch in Frankfurt mit. Die gute Stimmung an den Märkten blende stabilitätsbedrohende Faktoren wie militärische und handelsbezogene Konflikte und die hohe Verschuldung wichtiger Industrienationen aus.

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Zudem bleibe offen, ob der Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) nachhaltig sei. BaFin-Präsident Mark Branson sprach von einer gefährlichen Mischung: "Das Risiko steigt, dass die Finanzstabilität einen Härtetest bestehen muss. Das Potenzial für plötzliche Markt- und Preiskorrekturen ist hoch." Sorgen bereitet den Aufsehern zudem die schwächelnde heimische Wirtschaft. Mit der steigenden Zahl an Unternehmensinsolvenzen nehme der Anteil notleidender Kredite in den Bilanzen der Banken zu.

Erstmals analysierte die BaFin in ihrem jährlichen Bericht auch konkrete Risiken für Verbraucher. Hier warnte die Behörde vor einer drohenden Überschuldung durch "Buy now, pay later"-Angebote, bei denen Konsumgüter sofort gekauft, aber erst später bezahlt werden. Zudem seien durch soziale Medien angeheizte Investitionen von Privatleuten in Kryptowerte ein Problem. Eine Erhebung der Aufsicht zeige, dass Verbraucher deutlich risikoreicher investierten, wenn sie sich in sozialen Medien und bei sogenannten Finfluencern über Finanzthemen informierten.

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