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Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Präsidenten Massoud Pezeshkian hatten für Zuversicht an den Aktienbörsen und etwas Entlastung bei den Ölpreisen gesorgt. Medienberichten zufolge forderte Pezeshkian "Garantien" für ein Kriegsende. Irans Außenminister Abbas Araqchi sagte, er stehe im Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. US-Präsident Trump rechnet unterdessen mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf den Iran in zwei bis drei Wochen und kündigte eine "wichtige" Rede zum Stand des Krieges an.
Analysten warnten aber teilweise vor zu großer Euphorie. "Die jüngste Entspannung am Anleihemarkt wirkt fragil, da zahlreiche Risiken über das lange Osterwochenende lungern", kommentierte etwa Commerzbank-Analyst Hauke Siemßen. "Die Stimmung der Investoren hellt sich zwar etwas auf, dennoch zeigt sich noch keine Euphorie an den europäischen Handelsplätzen", beschrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst vom Broker CMC Markets, die Lage.
Die Gewinne an der Wiener Börse zogen sich am Mittwoch quer durch alle Branchen. Besonders stark nach oben ging es mit AT&S. Die Aktien des Leiterplattenherstellers lagen mit einem Plus von 14,3 Prozent ganz oben im ATX. Gut gesucht waren auch die Bankwerte Erste Group und RBI und legten 3,1 bzw. 5,4 Prozent zu. Unter den weiteren Indexschwergewichten stiegen voestalpine um 5,2 Prozent. Aktien des Airline-Caterers DO&CO fanden sich mit einem Plus von 6,1 Prozent ebenfalls weit oben im ATX. Europaweit fanden sich Aktien der Finanz- und Reisebranche, aber auch einige Technologiewerte unter den größten Gewinnern.
Zu den wenigen Verlierern im ATX zählten die Öl- und Energiewerte. Aktien des Ölfeldausrüsters SBO verloren 3,2 Prozent. OMV-Aktien fielen um 2,5 Prozent. Auch an deren Börsen in Europa waren Ölwerte die großen Verlierer. Die Rohölpreise kamen nach ihrem jüngsten Höhenflug mit den Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten am Mittwoch deutlich zurück. Der Preis für ein Fass der Referenzölsorte Brent fiel zeitweise unter die Marke von 100 Dollar, zu Wochenbeginn wurde Brent noch mit über 110 Dollar gehandelt.
Lenzing-Aktien verloren nach einer neuen Analysteneinschätzung 0,8 Prozent auf 23,55 Euro. Die Analysten der Berenberg Bank haben ihr Kursziel für die Aktien des heimischen Faserherstellers Lenzing bei 22,5 Euro belassen. Das Anlagevotum "Hold" wurde gleichzeitig bestätigt.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER