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Auch an den europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen merklich nach oben. Wichtig für die Aktienmärkte ist vor allem, dass der Iran die Straße von Hormuz nun wieder für den Schiffsverkehr öffnen will. Die Ölpreise sackten deswegen massiv ab. Die Meerenge ist einer der global wichtigsten Transportwege - nicht nur für Öl und Gas. Ihre Öffnung war die Bedingung der USA für eine Feuerpause.
Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene eine recht dünne Meldungslage vor. Unter den Einzelwerten gab es aber einige beachtliche Kurssprünge nach oben zu sehen.
Spitzenreiter im prime-market-Segment der Wiener Börse war die Aktie des Cateringunternehmens Do&Co mit einem starken Aufschlag von 14,6 Prozent. Fast elf Prozent kletterte die FACC-Aktie hoch. Europaweit standen Werte aus der Reise- und Unterhaltungsbranche in einem Sektorvergleich am deutlichsten in der Gewinnzone.
Die voestalpine hat sich in der Luftfahrt Aufträge mit einem Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro über fünf Jahre gesichert. Die Produktion von Teilen aller Art erfolge in Kapfenberg und Mürzzuschlag in der Steiermark sowie an Standorten in Brasilien. Für die zuständige Division handle es sich um das bisher größte Auftragsvolumen, hieß es. Die voest-Titel gewannen in einem starken Umfeld satte 10,8 Prozent.
Mindestens achtprozentige Zuwächse wiesen die Papiere von AT&S, Palfinger, RHI und Wienerberger auf. Belastet von der Ölpreisschwäche rutschte die OMV-Aktie hingegen 4,4 Prozent tiefer. Abwärts ging es auch für die Anteilsscheine der Energieversorger EVN und Verbund mit Kursrückgängen von 0,7 bzw. 3,1 Prozent.
Andritz legten 5,5 Prozent zu. Der steirische Anlagenbauer hat einen Großauftrag aus der Türkei erhalten. Das Unternehmen liefert die komplette elektromechanische Ausrüstung für das neu geplante Wasserkraftwerk Cizre. Der Auftragswert liegt im unteren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Unter den schwergewichteten Banken verteuerten sich Raiffeisen Bank International um 6,8 Prozent. Die Aktionäre der Erste Group konnten ein Plus von 6,3 Prozent verbuchen.
BAWAG-Papiere legten 5,4 Prozent auf 137,80 Euro zu. Die Analysten der Schweizer Großbank UBS haben ihr Kursziel für die Aktien der BAWAG von 153 auf 156 Euro erhöht. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde gleichzeitig bekräftigt.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER