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In einer Pressemitteilung erklärte der Aluminium-Konzern, Kaufmann habe sich nach 19 Jahren im Vorstand entschlossen, sein Mandat nach der Hauptversammlung 2026 zurückzulegen und "damit eine frühzeitige interne Nachfolgelösung zu unterstützen". Breguncci ist seit 2019 Mitglied des AMAG-Vorstands, sein neuer Vertrag als CEO läuft Mai 2029. Ebenfalls bis 2029 verlängert wurde der Vertrag mit Finanzvorständin Claudia Trampitsch. Neu in den Vorstand berufen wurde Alexander Moser-Parapatits. Aufsichtsratschef Alessandro Dazza sprach von einem "Generationswechsel".
Im Vorjahr hat der energieintensive Konzern um rund ein Fünftel weniger Gewinn erzielt, der Umsatz stieg dagegen leicht an. Unterm Strich stand ein Ergebnis nach Steuern von 34 Mio. Euro - um 21,3 Prozent weniger als im Jahr davor, wurde vergangenen Freitag bekanntgeben. Der stark von der US-Handelspolitik beeinflusste Wettbewerb habe für Margenrückgänge gesorgt, strategische Flexibilität und Maßnahmen zur Stabilisierung federten die Auswirkungen etwas ab.
Das abgelaufene Jahr habe jedenfalls "ein sehr schwieriges Umfeld" geboten, es habe sich von Quartal zu Quartal verändert, berichtete Vorstands- und Technikchef Kaufmann noch bei der Bilanzpressekonferenz in Wien. "Im zweiten Quartal ist Trump eingefallen, 50 Prozent auf Stahl und Aluminium einzuheben." Die AMAG habe Stabilisierungsmaßnahmen gesetzt und Ausgaben sowie Investitionen auf ein Minimum reduziert.