Droht jetzt der große Bitcoin-Absturz? Experten schlagen Alarm

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Analysten von Bloomberg warnen, dass die Kryptowährung 2026 auf 10.000 US-Dollar fallen könnte. Auch Raiffeisen Research sieht Risiko eines massiven Kurseinbruchs.

Für Bitcoin-Fans war 2025 ein enttäuschendes Jahr. Nach einem berauschenden Höhenflug bis 126.000 US-Dollar stürzte das Krypto Asset wieder auf 90.000 US-Dollar ab und befindets sich damit in einem Bärenmarkt. Doch es könnte noch schlimmer kommen. Bloomberg warnt, dass Bitcoin auf bis zu 10.000 US-Dollar abstürzen könnte. Das wäre der eisigste Kryptowinter seit langem. Bloomberg sieht mehrere Gründe für einen derart starken Kurseinbruch: Gold bewährt sich als Krisenwährung. Investoren schichten von der Kryptowährung Milliarden an US-Dollar in das Edelmetall um. Es gibt derzeit keine Impulse um in Bitcoin oder andere Kryptoassets zu investieren. Auch bei Raiffeisen Research sind die Aussichten für Bitcoin eher frostig. Manuel Schleifer, Experte für digitale Assets und Kryptowährungen in dem Team hat die weitere Entwicklung von Bitcoin anhand der Zyklus-Theorie aufgezeigt. Die Kurse von Krypto Assets folgen ja kaum einem nachvollziehbaren Regeln – außer, dass Posts von Donald Trump oder Elon Musk in Social Media Kursbewegungen auslösen.

Schleifer weist jedoch auf eine zyklische Entwicklung des Bitcoin-Kurses hin. Nach der Zyklustheorie gibt es eine Saisonalität am Kryptomarkt, welche stark vom Halvingzyklus dominiert wird. Ungefähr alle vier Jahre wird die Entlohnung, die Miner für das Schaffen eines neuen Blocks in der Blockchain erhalten, halbiert. Demnach bewegt sich der Markt in einem 4-Jahres-Rhythmus. In den Jahren vor und nach dem Halving konnte bis jetzt stets ein Bullenmarkt beobachtet werden.  Das zweite Jahr nach dem Halving war bislang aber stets von drastisch fallenden Kursen geprägt. Der Bitcoin-Kurs brach in diesen Jahren zwischen 70 und 90 Prozent ein und führte zu einem ein Jahr andauernden Kryptowinter. Das letzte Halving fand am 20.April 2024 statt.

Nach der Zyklustheorie sieht es für Bitcoin im Jahr 2026 also nicht gerade sonnig aus. Raiffeisen Research-Experte Schleifer: „Bis heute scheinen die seit 2012 wie ein Uhrwerk laufenden Zyklen absolut intakt zu sein. Für den mittelfristigen Bitcoin-Ausblick verheißt dies nichts Gutes. Wiederholt sich die Geschichte, sollte es noch deutlich weiter nach unten gehen.“ Doch wie gesagt: Einige wenige Tweets von Donald Trump oder anderweitiger Rückenwind können ausreichen, um das Ruder rasch wieder herumzureißen. Setzt sich der Zyklus jedoch wie gewohnt fort, so wird 2026 ein herausforderndes Kryptojahr.

Der Artikel ist im trend.PREMIUM vom 20. Jänner 2026 erschienen und wurde aktualisiert.

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