Semper Constantia Privatbank-Chef Ramsauer: "Wir gehen nach vorne“

Semper Constantia Privatbank-Chef Ramsauer: "Wir gehen nach vorne“
Semper Constantia Privatbank-Chef Ramsauer: "Wir gehen nach vorne“

Bernhard Ramsauer will mit der neua aufgestellten Bank das Depotbank-Geschäft und das Investmentfondsgeschäft forcieren.

Bernhard Ramsauer, neuer CEO und künftiger Miteigentümer der Semper Constantia Privatbank, über den Abschluss mit der Vergangenheit und seine Pläne für die Zukunft - wie er neue und Ex-Kunden umwerben wird. Und wie die Vorstände an der Bank beteiligt werden.

Format: Rein geografisch betrachtet, haben Sie sich nicht sehr weit entwickelt. Der Firmensitz der Semper Constantia befindet sich in einem früheren Nebengebäude der Creditanstalt, in der Sie Ihre Banker- Karriere gestartet haben.
Bernhard Ramsauer: (lacht) Ja, genau 50 Meter weit bin ich gekommen. Aber ich freue mich sehr, dass sich die Semper Constantia diese Räumlichkeiten ausgesucht hat, in denen ich meine Karriere begonnen habe. Sie passen auch gut zum Stil der Bank. Sie sind modern und funktionell. Und sie sind technologisch am letzten Stand.

Format: Nach den Jahren in der Deutschen Bank werden Sie und Ihre Vorstandskollegen sich an der Semper Constantia beteiligen. Ist der Prozess von der Finanzmarktaufsicht schon abgeschlossen?
Ramsauer: Die letzten Jahre waren für uns sehr wichtig, es gilt ja unter Bankern als eine Art "Ritterschlag“, wenn man einige Zeit bei der Deutschen Bank gearbeitet hat. Es ist für uns jetzt aber natürlich auch eine einmalige Chance, uns an einer führenden österreichischen Privatbank beteiligen zu dürfen. Die Finanzmarktaufsicht wird darüber final entscheiden, sobald wir alle noch notwendigen Unterlagen auf den Tisch legen. Und die werden gerade von uns erarbeitet und dann der FMA übermittelt.

Format: Gibt es dazu eine Kapitalerhöhung, oder verkaufen Alteigentümer ihre Anteile?
Ramsauer: Roman Rauch seine Anteile (zehn Prozent, Anm.) abgeben, und das Management wird weitere Anteile von Hans-Peter Haselsteiner (75 Prozent, Anm.) und Erhard Grossnigg (15 Prozent, Anm.) übernehmen.

Format: Was haben Sie mit der Semper Constantia Privatbank vor?
Ramsauer: Wir gehen jetzt weiter nach vorne. Die Bank wurde nach den Ereignissen der Vergangenheit in den letzten Jahren von den neuen Eigentümern und dem Management wieder sehr gut aufgestellt und ausgezeichnet strukturiert. Unsere Leistung als neuer Vorstand und künftige Miteigentümer sehe ich darin, mit unserer langjährigen Erfahrung das Geschäft der Bank noch weiter zu entwickeln.

Zur Person

Bernhard Ramsauer , 55, begann seine Karriere 1986 bei der ehemaligen Creditanstalt. 2001 gründete er die österreichische Niederlassung der europäischen Privatbank Sal. Oppenheim. Diese wurde 2009 von der Deutschen Bank übernommen, und Ramsauer leitete dann die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank in Österreich. Darüber hinaus ist er Vizepräsident des österreichischen Bankenverbands.

=> Lesen Sie das ganze Interview in FORMAT Nr. 26/2015
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