Zielpunkt-Pleite: Millionenloch in Pfeiffer-Bilanz

Zielpunkt-Pleite: Millionenloch in Pfeiffer-Bilanz

Die Pleite der Supermarktkette Zielpunkt im vergangenen November reißt ein Riesenloch in die Bilanz der Pfeiffer-Gruppe.

Von der oberösterreichischen Handelsgruppe Pfeiffer ist nach der Pleite von Zielpunkt und dem Verkauf des Großhandelsbetriebs C+C Pfeiffer nicht mehr viel übrig. In der Bilanz des Geschäftsjahres 2014/15 klafft ein Millionenloch.

Der Jahresverlust beläuft sich auf fast 36 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 5 Mio. Euro davor, geht aus dem Ende März veröffentlichten Jahresbericht hervor. Der Verlust ist vor allem auf Aufwendungen für Zielpunkt zurückzuführen.

Pfeiffer konzentriert sich künftig auf die Lebensmittelkette Unimarkt und Pfeiffer Großhandel (Lieferant für selbstständige Nah&Frisch-Kaufleute). Für das Einzelhandelsgeschäft verlief das neue Geschäftsjahr bisher "dem Markt entsprechend zäh", hält Pfeiffer im aktuellen Lagebericht fest. Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2015/16 aber ein ausgeglichenes Ergebnis.

Zukunftsträchtiges Online-Geschäft

Das Online-Geschäft gestalte sich hingegen "erfreulich". Mit seiner Linie Unimarkt treibt Pfeiffer den Online-Versand von Lebensmitteln stark voran und investiert verstärkt in den Bereich Forschung und Entwicklung zum Thema E-Commerce. "Dabei besteht das Risiko, dass sich der Marktanteil von E-Food nicht in der erwarteten Dynamik entwickelt, was für den Geschäftsbereich isoliert eine schwierige Entwicklung bedeuten würde, für die gesamte Pfeiffer Handelsgruppe allerdings keine negativen Auswirkungen hätte", so das Unternehmen im Risikobericht.

Der Verlust der Einkaufsmacht durch die Zielpunkt-Insolvenz und den Verkauf von C+C Pfeiffer sei durch eine Einkaufskooperation mit dem neuen C+C Pfeiffer-Eigentümer Transgourmet kompensiert worden, heißt es. Das ehemalige Filetstück von Pfeiffer firmiert seit Anfang April auch in Österreich unter dem Namen Transgourmet. Durch die Berichterstattung rund um die Zielpunkt-Pleite sei der Name Pfeiffer geschädigt worden, erläuterte das Unternehmen kürzlich bei einer Pressekonferenz den Grund für die Namensänderung.

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