Zahlungsmoral am Boden, Umsätze steigen

Der Kreditschutzverband (KSV 1870) hat 600 Unternehmen nach Umsatzentwicklung und Zahlungsmoral ihrer Kunden und Kurzarbeit befragt.

Zahlungsmoral am Boden, Umsätze steigen

Betriebe: 40 Prozent beurteilen ihr Geschäftsentwicklung als sehr gut oder gut.

Das schrittweise Hochfahren der Wirtschaft in den vergangenen Wochen macht sich bemerkbar: In einer Umfrage des Kreditschutzverbandes KSV1870 haben 41 Prozent der Betriebe ihre aktuelle Geschäftslage als sehr gut oder gut bewertet - im April waren es nur 30 Prozent. Bei 34 Prozent der Betriebe sind die Umsätze zuletzt wieder gestiegen.

Zahlungen extrem schleppend
Deutlich verschlechtert hat sich durch die Corona-Krise laut KSV-Umfrage das Zahlungsverhalten: 45 Prozent der 600 befragten Unternehmen sprachen von einer teils gravierenden Verschlechterung. Nur 6 Prozent sagten, sie seien von der Krise überhaupt nicht betroffen.

Wieder mehr Mitarbeiter im Büro
Sichtbar wird das Hochfahren der Wirtschaft laut KSV-Vorstand Ricardo-Jose Vybiral auch daran, dass die Mitarbeiter vermehrt ins Büro zurückkehren (35 Prozent) und vorzeitig aus der Kurzarbeit zurückgeholt werden (22 Prozent). Lieferanten können ihre Produkte wieder regelmäßiger liefern, sagen 21 Prozent.

Survival of the fittest
54 Prozent der Befragten glauben, dass nur die finanzstärksten Unternehmen die Krise überleben werden und es zu einer starken Marktbereinigung kommt. Gleichzeitig erwarten 47 Prozent, dass die Zahl der Arbeitslosen auf lange Sicht hoch bleiben wird.

Liquidität verbessert sich
Die seit Kurzem steigenden Umsätze führen auch zu einer leichten Verbesserung der Liquidität. Während bei der Umfrage im April noch über 50 Prozent der Betriebe angaben, dass ihre finanziellen Mittel maximal drei Monate ausreichen oder sogar schon aufgebraucht waren, so ist das aktuell bei rund einem Drittel (35 Prozent) der Fall. Fast ebenso viele erwarten langfristig keinen Liquiditätsengpass. 20 Prozent (April: 13 Prozent) gehen aktuell davon aus, die ursprünglich für 2020 geplanten Investitionen in vollem Umfang realisieren zu können; 19 Prozent planen, zumindest einzelne Investitionen tätigen zu können. Die Zahl jener, die gar keine der geplanten Investitionen umsetzen können, ist leicht von 21 auf 18 Prozent gesunken.

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