Wiener RA BAU will nach Insolvenz neu durchstarten

Der zuletzt stark expandierende Spezialist für Bausanierungen will nach der Pleite saniert neu durchstarten. 2,2 Millionen Passiva hat RA Bau als Schulden angehäuft.

Wiener RA BAU will nach Insolvenz neu durchstarten

Wien. Das Wiener Bauunternehmen RA BAU GmbH hat am 10. März 2021 am Handelsgericht Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen hat laut Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) Schulden in der Höhe von 2,2 Millionen Euro in der Bilanz stehen. Betroffen von der Pleite sind 31 Beschäftigte. 33 Gläubiger haben Forderungen gegen RA BAU.

Das Unternehmen beabsichtigt eine Entschuldung. Mit der Anmeldung der Insolvenz hat das Bauunternehmen gleichzeitig ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt.

Die Schuldner bieten einen Sanierungsplan an, mit dem sie 20 Prozent der Schulden zurückbezahlen wollen. RA Bau will die infolge der COVID-Pandemie für Sanierungen von zwei auf drei Jahren erhöhte Tilgungsdauer nutzen. Das Geld zu Zahlung der Schulden soll infolge des Fortbetriebs erwirtschaftet werden.

Das Bauunternehmen war laut KSV1870 in den vergangenen Zeit stark expandiert und hatte auch entsprechend hohe Umsatzsteigerungen verzeichnet. Allerdings hatte die Geschäftsführung die Kostenstruktur nicht angepasst. Und die Corona-Pandemie hatte dann zuletzt noch zu einem starken Nachfrage- und Auftragsrückgang geführt.

Die Berichts- und Prüfungstagsatzung findet am 20.05.2021 statt. Die Sanierungsplantagsatzung wurde für den 10.06.2021 anberaumt. Insolvenzverwalter ist der Wiener Rechtsanwalt Matthias Schmidt

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