Steirischer Bekleidungshersteller und -händler insolvent

Steirischer Bekleidungshersteller und -händler insolvent

Eines der letzten eigenständigen Konfektionshändler von Graz muss zusperren. Supper Bekleidung ist pleite.

Graz/Leibnitz. Die Firma W. Supper Bekleidungs GmbH im südsteirischen Leibnitz, die in Graz und Tillmitsch Kleidergeschäfte betreibt, hat am Handelsgericht Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt. Dies meldeten die Kreditschützer Creditreform und AKV am Dienstag. Die Kleidermanufaktur mit Einzelhandel, u.a. in der Grazer Annenstraße, gilt als eine der letzten eigenständigen Textilfirmen in Graz.

Es sind über 50 Gläubiger und 17 Arbeitnehmer (13 Angestellte, 4 Arbeiter) betroffen. Den Aktiva von rund 0,49 Mio. Euro stehen Passiva von rund 0,76 Mio. Euro gegenüber. Daraus ergibt sich eine Überschuldung von rund 0,28 Mio. Euro. Hauptposten der Aktiva ist laut AKV das Warenlager mit rund 0,4 Mio. Euro. Das Unternehmen wurde 2003 gegründet und beschäftigt sich als Textilunternehmen mit der Produktion und dem Vertrieb von Herrenmode. Genaue Insolvenzursachen waren vorerst nicht bekannt. In den vergangenen Jahren wurde beobachtet, dass der Geschäftsgang in einzelnen Filialen in Klagenfurt und Salzburg nachgelassen hat. Daher wurde die Filiale in Klagenfurt bereits geschlossen, jene in Salzburg wird mit Jahresende aufgelassen.

Im abgelaufenen Oktober ist laut Creditreform ein weiterer erheblicher Umsatzrückgang verbucht worden, wodurch eine positive Weiterführung der restlichen Filialen im südsteirischen Tillmitsch und in Graz nicht gewährleistet werden könne. Da der Ausblick negativ und die Überschuldung eingetreten sei, könnte das Unternehmen geschlossen werden. Zuletzt war schon laut AKV mit einzelnen Lieferanten vereinbart worden, Ware nur mehr in Kommission zu übernehmen.

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