Pleite bei Hagenbrunner Inject Star Pökelmaschinen

Pleite bei Hagenbrunner Inject Star Pökelmaschinen

Die niederösterreichische Inject Star Pökelmaschinen GmbH mit Sitz in Hagenbrunn hat einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens eingebracht. Betroffen sind laut 63 Arbeitnehmer und knapp 250 Gläubiger. Aktiva von rund 525.800 Euro stehen Passiva von etwa 8,8 Millionen Euro gegenüber.

Die Hagenbrunner Inject Star Pökelmaschinen GmbH, die Maschinen für die Wurst- und Schinkenproduktion und weitere Produkte zur Fleischverarbeitung herstellt, ist pleite. Das 1967 gegründete Unternehmen ist mit rund 8,3 Millionen Euro überschuldet, nach der Insolvenz eines wichtigen Kunden musste Inject Star nun selbst einen Konkursantrag einbringen.

Dem Insolvenzantrag war dem anwaltlichen Vertreter der Firma, Georg Hampel, zufolge "ein unerwarteter Einbruch der Auftragseingänge vorausgegangen". Trotz sofort eingeleiteter Restrukturierungsschritte des Managements und dazu geführter Gespräche mit den finanzierenden Banken war diese Insolvenzantragstellung schlussendlich unumgänglich." Es sollen umgehend die Möglichkeiten eines Unternehmenserwerbs durch einen potenziellen Investor geprüft werden.

Insolvenzgefahr bereits im Frühjahr

Breits im Frühjahr 2017 wurde eine Restrukturierung geprüft und die Kreditlinien nach Gesprächen mit Banken bis Ende September 2017 verlängert. Das Unternehmenskonzept erwies sich jedoch in seiner Form als nicht zielführend und erbrachte nicht die erforderlichen Ergebnisse. Die Löhne für September konnten bereits nicht mehr gezahlt werden.

Geschäftsführer Gerold Nutz bedauert, dass die Bemühungen, eine außergerichtliche Sanierung umzusetzen, gescheitert sind. Gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter und dem Investor soll auch auch die weitere Belieferung der Kunden ermöglicht und und zumindest ein Teil der Arbeitsplätze erhalten werden." Allerdings soll nur ein kleiner Teil des Betriebs fortgeführt werden, um eine geordnete Verwertung des vorhandenen Vermögens zu ermöglichen.

Das Konkursverfahren wurde am Landesgericht Korneuburg eröffnet. Zum Masseverwalter wurde der Korneuburger Rechtsanwalt Horst Winkelmayr bestellt. Die erste Gläubigerversammlung soll am 8. November stattfinden, Forderungen können bis zum 25. Oktober angemeldet werden. Den Angaben des Masseverwalters zufolge soll das Unternehmen nach einer kurzen Übergangsphase liquidiert werden.

Bonität

Out of Business: Aktuelle Insolvenzen

DSGVO: Mehrheit heimischer Unternehmen ist säumig

Bonität

DSGVO: Mehrheit heimischer Unternehmen ist säumig

Zurückgetreten: Waagner-Biro Finanzvorstand Martin Zinner (li.) und Vorstandschef Thomas Jost (Foto von der Hauptversammlung 2017)

Bonität

Waagner-Biro-Pleite: Auch Bridge Systems insolvent