Pleite: Christkind macht Texhages ein Strich durch die Rechnung

Pleite: Christkind macht Texhages ein Strich durch die Rechnung

Schlechter Schnitt: Die Sanierung ist bei Texhages gescheitert - trotz großzügiger Rabatte.

Das Weihnachtsgeschäft war nicht so ergiebig, wie man es bei dem Textileinzelhändler Texthages kalkuliert hatte. Nun kommt wieder einmal das Aus. Dieses Mal ist's endgültig, nachdem die im Jahr 2015 in die Wege geleitete Sanierung nicht geschafft wurde.

Zum zweiten Mal binnen zwei Jahren geht der Texhages Pleite: Am Dienstag hat der Wiener Textilhändler einmal mehr Insolvenz angemeldet. Der Sanierungsversuch ist nun offenbar endgültig gescheiterrt. Selbst zuletzt großzügige Abverkaufsangebote mit 30 Prozent Rabatt und Kampfpreisen etwa bei Smoking und Frack sowie sonstiger Festroben konnte die Insolvenz nicht verhindern.

Das Weihnachtsgeschäft hat nicht so funktioniert, wie sich die Geschäftsführung erwartet hatte. Und die satten Rabatten zur Ballsaison hatten zuletzt verpufft. Am Ende der Sanierung steht nun der Konkurs. Die Fortführung ist ausgeschlossen. Unterm Strich hat Texhages rund zwei Millionen Euro angeschrieben - die Passiva werden mit 2,3 Mio. Euro beziffert, die Aktiva mit 325.000 Euro, wie aus den Angaben vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV) hervorgeht.

103 Gläubige können nun ihre Restforderungen anmelden. Betroffen neben den Lieferanten sind auch 18 Dienstnehmer, die ihren Job nun verlieren.

Im Jahr 2015 war Texhages bereits in die Insolvenz geschlittert. Der Wettbewerb infolge des extremen Preisdrucks hatte dazu geführt, dass das Unternehmen in die Pleite geschlittert ist. Die Fortbestandsprognose deutete im Herbst 2015 dennoch daraufhin, dass das Unternehmen nach einem Schuldenschnitt erfolgreich fortgeführt werden könnte. 20 Prozent der Schulden sollten binnen zwei Jahren bedient werden. Die erste Teilquote wurde demnach auch fristgerecht im Jahr 2016 beglichen. Für die zweite Teilquote hat es diese Mal nicht mehr gereicht. Die Umsätze waren zu gering, um die Restschulden zu bedienen.

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