Musikvideo-Produzenten Dolezal & Rossacher DoRo sind pleite

1987 gründeten Rudi Dolezal und Hannes Rossacher ihre Prodiktionsfirma DoRo. Bekannt wurde sie durch Videos für die Rolling Stones, Queen, David Bowie, Bon Jovi und Falco. Jetzt ist wohl Sendeschluss.

Musikvideo-Produzenten Dolezal & Rossacher DoRo sind pleite

Man kann nicht ewig vom Ruhm vergangener Zeiten leben. Hannes Rossacher und Rudi Dolezal, bekannt als DoRo, waren einmal Stars ihrer Zunft. In den beginnenden 1980er Jahren, als Musikvideos noch ein relativ neues Medium waren, begannen sie, Videos zu produzieren. Mit dem Musikvideo zum Falco-Hit "Rock me Amadeus"wurden auch die "Torpedo Twins", wie sie sich selbst nannten, weltweit bekannt und internationale Stars des Musikgeschäfts klopften bei den Wienern an. Queen, David Bowie, Bon Jovi und bis zu dessen Tod natürlich auch immer wieder ihr Freund Falco.

Falco - Rock me Amadeus

Doch Falco ist vor mittlerweile 16 Jahren gestorben, mit Queen war seit dem Tod von Freddie Mercury im Jahr 1991 schon kein Geld mehr zu verdienen und die weiteren Stars, mit denen die Torpedo Twins arbeiteten, sind in die schleichende Alterspension gewechselt oder haben sich neuen, angesagteren Produzenten zugewandt.

Queen - I'm going slightly mad

Mit Arbeiten wie der für den ORF produzierten Serie "Weltberühmt in Österreich" - einer Dokumentarfilmreihe rund um den Austropop, konnten sich DoRo noch eine Zeit lang über Wasser halten, doch nun ist auch damit Schluss. Über die "DoRo-Filmproduktionsgesellschaft mbH Zweigniederlassung Österreich" mit Sitz in der Wienerwald-Gemeinde Purkersdorf wurde am Freitag der Konkurs am Landesgericht St. Pölten eröffnet.

Dem Insolvenzverfahren war ein Antrag eines Gläubigers - es soll sich um das Finanzamt handeln - vorangegangen, berichtet der Kreditschutzverband KSV1870.

Rammstein - Engel

Laut KSV1870 gibt es vorerst keine konkreten Angaben darüber, ob die Dienstverhältnisse noch aufrecht sind; das Unternehmen beschäftigt 5 Dienstnehmer. Zum Masseverwalter ist der St. Pöltner Rechtsanwalt Johannes Jaksch bestellt worden. Gläubigerforderungen können bis 9. September angemeldet werden. Die erste Gläubigerversammlung findet am 30. September statt. Laut KSV1870 wird erst danach feststehen, "ob das Insolvenzgericht einen Fortbetrieb genehmigen wird und ein Sanierungsplan realistisch ist". Konkrete Informationen zur Höhe der Aktiva und Passiva sowie zu den Insolvenzursachen liegen derzeit noch nicht vor.

Wie der KSV außerdem berichtete, ist die Schuldnerfirma seit 19. Dezember 2002 im Firmenbuch St. Pölten als Zweigniederlassung der "DoRo-Filmproduktionsgesellschaft mbH, München" protokolliert. Das Unternehmen mit Sitz an der Isar sei "nicht insolvenzverfangen", hieß es in einer Aussendung.

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